SOS-Kinderdorf eröffnet Mädchen-WG in Graz

In Graz Süd hat SOS-Kinderdorf nach zweijähriger Bauzeit eine Wohngemeinschaft für Mädchen in schwierigen Lebenslagen eröffnet. Das Projekt wurde zur Gänze durch Spenden finanziert.
SOS-Kinderdorf hat gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Unternehmen, Stiftungen und Vereinen eine neue Wohngemeinschaft für Mädchen in Graz Süd eröffnet. Nach zwei Jahren Bauzeit nahmen rund 25 Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft sowie Sozialpädagogen, Therapeuten und die Therapiehunde Fee und Dino an der Eröffnungsfeier teil.
Birgitta Thurner, SOS-Kinderdorfleiterin Steiermark, zeigte sich dankbar für die Unterstützung: Dank der Hilfe von Unternehmenspartnern, der Zusammenarbeit mit Stadt und Land sowie der fachlichen Expertise der Pädagogen und Therapeuten sei ein Ort entstanden, wo junge Menschen in einem achtsamen Umfeld altersgerecht groß werden können.
2,5 Millionen Euro aus Spenden
Das Bauprojekt kostete rund 2,5 Millionen Euro und wurde zu 100 Prozent über Spenden finanziert. Das gab Mario Edler von SOS-Kinderdorf, zuständig für Private Förderer und Unternehmenspartner, bekannt. Etwa 1,18 Millionen Euro kamen von rund 50 Unternehmen, Stiftungen, Großspendern, Schulen, Vereinen, Fachhochschulen und Universitätsinitiativen. Den Restbetrag trugen Privatpersonen mit kleineren Spenden bei.
Carolin Porcham, Geschäftsführerin von SOS-Kinderdorf Österreich, richtete wertschätzende Worte an das gesamte Team und die Sozialpädagogen. Zum Einzug überreichte sie der pädagogischen Leiterin der Wohngemeinschaft, Dagmar Karger-Rollett, feierlich Brot und Salz.
Politische Unterstützung
Landtagsabgeordnete Kerstin Zambo dankte allen Beteiligten, die das neu errichtete Wohnhaus zu einem Zuhause für die Mädchen machen. Sie wünschte den Mädchen alles Liebe sowie viel Kraft und Erfolg für die Zukunft.
Jugend- und Familienstadträtin Claudia Unger betonte, die neu eröffnete Mädchen-WG sei nicht nur ein Haus, sondern ein Zuhause für Mädchen in schwierigen Lebenssituationen. Sie hob das große Therapie-Angebot vor Ort hervor und verwies darauf, dass die psychische Gesundheit junger Menschen spätestens seit Corona ein zentrales gesellschaftliches Thema sei.
Bezirksvorsteher Walter Wurm (Straßgang) erklärte, mit der Eröffnung des Wohnhauses werde ein Ort geschaffen, an dem Mädchen und junge Frauen Sicherheit, Geborgenheit und Perspektiven finden. Er dankte allen, die das Projekt mit Engagement und Herzblut verwirklicht haben.
Quelle: https://www.sos-kinderdorf.at/aktuelles/maedchenwohnen-graz
Worüber spricht Rechberg?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – 1x pro Woche für Gemeinden.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.