SOS-Kinderdorf eröffnet Wohngruppe in Imst

In Imst hat SOS-Kinderdorf eine neue sozialpädagogische Wohngruppe eröffnet. Ab 1. September bietet das Haus Sonnberg neun Kindern zwischen drei und dreizehn Jahren ein Zuhause.
Das SOS-Kinderdorf hat gemeinsam mit Landesrätin Eva Pawlata das neue Haus Sonnberg in Imst vorgestellt. Die Einrichtung richtet sich an Kinder, die aus verschiedenen Gründen nicht bei ihren Herkunftsfamilien leben können.
In der neuen Wohngruppe finden künftig neun Kinder Platz. Ein Team betreut sie rund um die Uhr und bietet einen verlässlichen Rahmen für Entwicklung, Bildung und soziale Teilhabe. Die Betreuung richtet sich nach der Persönlichkeit und den individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen Kindes.
Christian Murer, Leiter des SOS-Kinderdorfs Imst, erklärt: „Unser Ziel ist es, Kindern einen sicheren Ort zu geben, an dem sie ankommen, Vertrauen aufbauen und ihre Stärken entdecken können. Jedes Kind bringt seine eigene Geschichte mit – und verdient die Chance auf positive Zukunftsperspektiven.“
Nachhaltige Bauweise auf 400 Quadratmetern
Das Gebäude wurde vom Landecker Architekturbüro Harald Kröpfl geplant und in nachhaltiger Holz-, Beton- und Ziegelbauweise errichtet. Auf rund 400 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche entstanden helle, kindgerechte Räume, die sowohl Gemeinschaft als auch Rückzug ermöglichen.
Die Lage bietet gute Voraussetzungen für den Alltag: Schulen, Freizeitangebote und therapeutische Einrichtungen sind gut erreichbar. Gleichzeitig bietet die naturnahe Umgebung viele Möglichkeiten für Bewegung und gemeinsame Aktivitäten.
Pädagogische Arbeit nach hohen Standards
Die Aufnahme der Kinder geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendhilfe. Dabei wird darauf geachtet, eine ausgewogene Gruppe zusammenzustellen und gute Bedingungen für ein gutes Miteinander zu schaffen. Die pädagogische Arbeit folgt hohen fachlichen Standards – von Kinder- und Gewaltschutz über Traumapädagogik und Krisenintervention bis hin zu Medienpädagogik und Inklusion. Ein wichtiger Teil davon ist, dass die Kinder ihren Alltag mitgestalten können. Astrid Schranz, Pädagogische Leitung Imst, betont, dass Kinder nicht nur Schutz, sondern auch Mitbestimmung brauchen. Deshalb würden Strukturen geschaffen, in denen ihre Stimmen gehört und ihre Anliegen ernst genommen werden.
Finanzierung durch Land Tirol und Spenden
Die laufende Betreuung der Kinder finanziert das Land Tirol. Den Hausbau ermöglichten maßgeblich Spenden – allen voran der bedeutende Beitrag einer Großspenderin, die anonym bleiben möchte.
Murer dazu: „Das Haus Sonnberg zeigt eindrucksvoll, was möglich wird, wenn Menschen Verantwortung für Kinder übernehmen. Die Finanzierung des Baus wäre sonst nicht möglich gewesen. Dafür sind wir all unseren Unterstützer*innen von Herzen dankbar.“
Landesrätin Pawlata unterstreicht die Bedeutung solcher Angebote: Kinder und Jugendliche, die nicht bei ihren Familien leben können, brauchen sichere Orte, Stabilität und professionelle Begleitung. Das Haus Sonnberg bietet dafür einen modernen und passenden Rahmen.
Quelle: https://www.sos-kinderdorf.at/aktuelles/haus-sonnberg-ein-neues-zuhause-mit-perspektiven-fur-kinder
Worüber spricht Rechberg?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – 1x pro Woche für Gemeinden.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.