SOS-Kinderdorf startet Tagesbetreuung in Eisenstadt

Das SOS-Kinderdorf erweitert sein Angebot im Burgenland: In Eisenstadt können Kinder künftig tagsüber in einer Gruppe betreut werden und abends zu ihren Familien zurückkehren. Das teilstationäre Programm soll Fremdunterbringungen verhindern, so der ORF.
Das SOS-Kinderdorf bietet ab sofort in Eisenstadt eine neue Form der Kinderbetreuung an. Kinder werden dabei unter der Woche tagsüber in einer Gruppe betreut und kehren am Abend zu ihren Familien zurück. Die pädagogische Leiterin Bernadette Kalcher beschreibt das Konzept als Zwischenlösung zwischen der Unterstützung der elterlichen Erziehung zuhause und einer vollstationären Unterbringung.
„Also es ist ein teilstationäres Angebot und wir nennen es ‚Familienstärkendes Tagesangebot', weil uns auch wichtig ist, die Familien zu Hause zu unterstützen“, erklärte Kalcher.
Erfahrungen aus Oberwart als Vorbild
Die Organisation sammelt mit dieser Art der Betreuung durch Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen bereits seit mehr als fünf Jahren Erfahrungen in Oberwart. Der Leiter von SOS-Kinderdorf Burgenland, Marek Zeliska, betonte die Bedeutung präventiver Maßnahmen. Man setze darauf, dass durch das Angebot eine Fremdunterbringung der Kinder vermieden werden könne.
Ein weiteres Ziel ist es, Kindern, die aus ihren Familien herausgenommen wurden, die Rückkehr nach Hause zu ermöglichen.
Land finanziert Projekt mit 700.000 Euro
Die Kinder- und Jugendhilfe des Landes unterstützt das Programm finanziell. Landesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) erklärte, dass das Land die anfallenden Infrastruktur- und Personalkosten übernehme. Die Kosten belaufen sich auf rund 700.000 Euro.
Die Fachhochschule Burgenland begleitet das Angebot wissenschaftlich. Insgesamt betreut das SOS-Kinderdorf im Burgenland 250 Kinder.
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