SPAR-Lehrlinge retteten über 1.480 Lebensmittelsackerl

Pia ProdingerPia Prodinger
Sandino Hammer, Lehrling, mit Auszeichnung von SPAR in einem Supermarkt in Österreich.
© GRABNER/wearegiving

In der Steiermark und im südlichen Burgenland packten Auszubildende von SPAR innerhalb von zwei Wochen mehr als 1.480 „Too Good To Go“-Sackerl. Die Initiative sollte das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln stärken.

Auszubildende von SPAR in der Steiermark und im südlichen Burgenland haben in einem zweiwöchigen Schwerpunkt gegen Lebensmittelverschwendung mehr als 1.480 „Too Good To Go“-Sackerl zusammengestellt. In 127 Filialen packten und verkauften die Lehrlinge die Überraschungssackerl und retteten damit zahlreiche Lebensmittel vor der Entsorgung.

Die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestalteten den gesamten Ablauf eigenständig – von der Produktauswahl bis zur Zusammenstellung der Sackerl für die Kundschaft. Die Aktion fand im Sommer statt und sollte neben der Rettung von Lebensmitteln auch das Bewusstsein für nachhaltiges und unternehmerisches Denken fördern.

Lehrling berichtet von praktischer Erfahrung

Sandino Hammer, der seine Lehre im SPAR-Markt in Gleisdorf absolviert, zeigte sich zufrieden mit der Initiative. „Durch Too Good To Go habe ich einen guten Einblick bekommen, wie wichtig ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln ist. Am meisten Spaß hat es mir gemacht, bei der Zusammenstellung der Sackerl mitzuhelfen. Es freut mich zu sehen, dass wir damit Lebensmittel retten können und das Angebot von vielen Kund:innen genutzt wird“, berichtete er.

Verantwortung als Teil der Ausbildung

Die Teilnahme an der Initiative ermöglichte den Lehrlingen praxisnahe Erfahrungen für ihren beruflichen Werdegang. Bei SPAR erwerben Auszubildende von Beginn an Wissen über den bewussten Umgang mit Ressourcen – von der effizienten Bestellplanung bis zur sorgfältigen Warenpflege. Durch Aktivitäten wie die Kooperation mit Too Good To Go können sie nachhaltige Maßnahmen eigenständig im Markt umsetzen.

Christoph Holzer, Geschäftsführer von SPAR Steiermark und Südburgenland, betonte die Bedeutung der Ausbildung: „Unsere Systeme sind darauf ausgerichtet, den Bedarf in den Filialen möglichst genau zu planen. Dennoch lässt es sich auch bei größter Sorgfalt nicht immer vermeiden, dass Produkte übrigbleiben. Umso wichtiger ist es, nachhaltiges Handeln bereits in der Ausbildung unserer Lehrlinge fest zu verankern. So lernen sie früh, Verantwortung zu übernehmen, sich aktiv gegen Lebensmittelverschwendung einzusetzen und mit ihrem Engagement einen konkreten Beitrag zu leisten“, sagte er.

Mehrere Maßnahmen gegen Verschwendung

Die Zusammenarbeit mit Too Good To Go besteht seit 2021. Ziel ist es, nicht verkauften Lebensmitteln eine zweite Chance zu geben und den Wert von Produkten stärker in den Fokus zu rücken. SPAR setzt darüber hinaus auf ein umfassendes Konzept zur Rettung von Lebensmitteln: Dazu gehören präzise Warenbestellungen und KI-gestützte Bedarfsprognosen, der vergünstigte Abverkauf von Produkten kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sowie die Weitergabe überschüssiger Lebensmittel an Sozialorganisationen wie SOMA, Caritas oder die Tafeln.

Nach Angaben des Unternehmens bleibt bei SPAR nur rund 1 Prozent der angebotenen Lebensmittel unverkauft.

Quelle: https://presse.spar.at/news-spar-lehrlinge-in-der-steiermark-dem-suedlichen-burgenland-mit-1480-too-good-to-go-sackerl-gegen-lebensmittelverschwendung?id=246805&menueid=93&l=deutsch

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