SPAR-Markt in Niederau erhält Gold-Zertifikat

Der neu errichtete SPAR-Supermarkt in Niederau wurde von der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft mit dem DGNB-Zertifikat in Gold ausgezeichnet. Die Prämierung würdigt die nachhaltige Bauweise und innovative Gebäudetechnik.
Der SPAR-Supermarkt in Niederau hat für seine nachhaltige Bauweise und innovative Gebäudetechnik das DGNB-Zertifikat in Gold erhalten. Die Auszeichnung wurde von der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) in der Kategorie „nachhaltige Supermärkte“ vergeben.
Patricia Sepetavc, SPAR-Geschäftsführerin für Tirol und Salzburg, zeigte sich erfreut über die Prämierung. Die Supermärkte würden so gebaut, dass sie für Kunden komfortabel seien und sich Mitarbeiter wohlfühlten, sagte sie. Dabei werde auf Nachhaltigkeit geachtet – von regionalen Partnern über ressourcenschonende Bauweise bis zu hocheffizienten technischen Anlagen im Betrieb.
Bauhandbuch als Grundlage
Alle neuen und komplett modernisierten Märkte basieren auf dem SPAR-Bauhandbuch, das als erstes Bauhandbuch Österreichs von der ÖGNI serienzertifiziert wurde. Jeder nach diesen Vorgaben errichtete und ausgestattete SPAR-Standort erfüllt die Kriterien des international anerkannten ÖGNI-Zertifikats in Gold.
Für die Gold-Auszeichnung des DGNB-Systems muss in allen Dimensionen der Nachhaltigkeit ein Best-practice-Standard umgesetzt werden. Dazu zählen Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle Qualität sowie hochwertige Technik samt Planungs- und Ausführungsprozessen. Bewertet wird der gesamte Gebäudelebenszyklus von der Materialgewinnung über den Einbau bis zum Rückbau und zur Wiederverwertung.
Aufwertung für die Gemeinde
Bürgermeister Hannes Eder betonte, dass sich der neue Supermarkt architektonisch gut ins Ortsbild der Wildschönau/Niederau einfüge. Gleichzeitig sei die öffentliche Infrastruktur mit der Bus-Haltestelle verbessert worden. Dies stelle eine Aufwertung für die Gemeinde dar, weshalb er zur Gold-Auszeichnung gratuliere.
Nachhaltigkeitskriterien im Detail
Im Bereich Ökologie wurde hochwertige Gebäudetechnik umgesetzt, darunter Wärmepumpen mit Nutzung der Abwärme aus der Kälteproduktion, Photovoltaik und energiesparende Beleuchtung. Bei der Baustoffwahl wurde auf emissionsarme Materialien aus legaler Herkunft geachtet. Eine Mischbauweise aus mineralischen, nachwachsenden und metallischen Materialien wurde über den gesamten Lebenszyklus optimiert.
Die Ökonomie wurde durch ein optimiertes Verhältnis von Errichtungskosten zu Betriebskosten erreicht. Wartung, Instandhaltung, Energie- und Wasserverbrauch sowie Abwasserentsorgung wurden so gestaltet, dass eine hohe Bewertung bei den Lebenszykluskosten erzielt werden konnte.
Zur soziokulturellen Qualität gehören thermische Behaglichkeit, hohe Qualität der Innenraumluft und visueller Komfort. Weitere Aspekte sind Barrierefreiheit, Sicherheit sowie Komfort für Fahrradfahrer und E-Mobilität.
Die technische Qualität umfasst eine hochwertige Gebäudehülle, Lärmschutz für Anrainer, Brandschutz, Reinigungs- und Instandhaltungsfähigkeit sowie Rückbaufreundlichkeit. Bei der Prozessqualität wurde von der Projektentwicklung über die Planung bis zur Ausführung ein integraler Prozess von Planern und Ausführenden umgesetzt. Die Gebäudeleittechnik sorgt für einen technischen Betrieb mit möglichst geringen Umweltauswirkungen.
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