Sparefroh wird 70: Vorsorge statt Sparbuch

Mona HopfingerMona Hopfinger
Sparbuch mit Euro-Münze und Spross, Zinseszinseffekt im Zeitverlauf, Altersvorsorge-Baum
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Kultfigur Sparefroh feiert heuer ihren 70. Geburtstag. Während der Weltspartag bereits seit 101 Jahren besteht, zeigt eine aktuelle Studie: 86 Prozent der Kärntnerinnen und Kärntner halten finanzielle Vorsorge für unverzichtbar – klassisches Sparen allein reicht nicht mehr.

„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“ – dieser Grundsatz prägte Generationen. Heute rückt jedoch die private Altersvorsorge in den Vordergrund. Laut einer Studie der Erste Bank und Sparkassen zweifeln immer mehr Menschen daran, dass die staatliche Pension ausreichen wird. Viele befürchten, im Alter weiterarbeiten zu müssen.

Besonders wichtig sei es, sich möglichst früh mit dem Thema auseinanderzusetzen, heißt es von der Kärntner Sparkasse. Bereits ab der Geburt der Kinder könnten Eltern mit kleinen Beträgen beginnen, die beim Berufseintritt erhöht werden. Auch geringe Summen seien sinnvoll – entscheidend sei die langfristige, kontinuierliche Einzahlung über Jahrzehnte hinweg, etwa in eine Versicherungsvariante. Der Zinseszinseffekt spiele dabei eine zentrale Rolle.

Vom Bildungsauftrag zur Zukunftsverantwortung

Der Weltspartag wurde 1924 ins Leben gerufen. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte die Hyperinflation das Vertrauen in Geld massiv erschüttert. Bei einem Kongress in Mailand beschlossen damals 135 Sparkassen aus 27 Ländern, jährlich einen Tag des Sparens einzuführen. Ziel war es, wirtschaftliche Bildung zu fördern und Menschen zu befähigen, für ihre Zukunft vorzusorgen.

„Der Weltspartag war von Beginn an eine gesellschaftliche Bildungsinitiative“, sagt Siegfried Huber, Vorstandssprecher der Kärntner Sparkasse. „Vorsorge ist das neue Sparen, der Kapitalmarkt eröffnet neue Wege zur Vermögensbildung. Dafür braucht es aber mehr finanzielle Bildung. Die Sparkassen leisten hier mit ihren Initiativen einen entscheidenden Beitrag.“

Generation Z

Auch junge Menschen nehmen das Thema ernst: 85 Prozent der Generation Z sehen finanzielle Vorsorge als zentralen Wert. Nach 101 Jahren bleibt der Weltspartag ein Tag der Begegnung mit Kundinnen und Kunden, Familien und Bildungseinrichtungen. Im Mittelpunkt stehen heute Themen wie nachhaltige Vorsorge und generationenübergreifende Verantwortung.

Die Symbolfigur Sparefroh, die seit sieben Jahrzehnten für das Sparen steht, begleitet diesen Wandel. Was einst als Bildungsauftrag begann, ist heute ein Symbol für finanzielle Selbstbestimmung und Zuversicht – ein Stück österreichischer Kulturgeschichte auf dem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft.

Quelle: https://www.sparkasse.at/kaernten/wir-ueber-uns/presse/2026/10/30/vom-sparen-zur-vorsorge---sparefroh-feiert-70--geburtstag

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