Spatenstich für Hochwasserschutz in Mittersill
In der Stadtgemeinde Mittersill hat der Bau eines neuen Rückhaltebeckens am Hintersee begonnen. Das Projekt soll das Hochwasserrisiko deutlich senken. Land Salzburg und Wasserverband investieren 2,7 Millionen Euro.
Mit dem Spatenstich für das Rückhaltebecken Felbertal-Hintersee startet der Ausbau des Hochwasserschutzes im Oberpinzgau. Direkt am Hintersee entsteht ein neuer Damm, der das Rückhaltevolumen erheblich steigern soll. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis November 2027 andauern.
Das Becken an der Felber Ache ist Teil mehrerer geplanter Maßnahmen zur Verbesserung der Hochwassersituation an der Oberen Salzach. Ziel ist es, die Gemeinde Mittersill vor Überflutungen zu bewahren.
Land übernimmt Großteil der Kosten
Die Gesamtkosten von rund 2,7 Millionen Euro teilen sich das Land Salzburg mit 90 Prozent und der Wasserverband Salzach Oberpinzgau mit 10 Prozent. Der Abriss der bestehenden vier Meter hohen Sperre hat bereits begonnen.
Landesrat Maximilian Aigner betonte, dass der Hochwasserschutz in Salzburg Schritt für Schritt ausgebaut werde, um die Bevölkerung konsequent zu schützen. „Hier geht es darum, einen bedeutenden Lebens- und Wirtschaftsraum langfristig zu schützen und als lebenswerte Region zu erhalten“, erklärte Aigner.
Rückhaltevolumen wird mehr als verdreifacht
Kernstück des Projekts ist ein neuer Damm mit 70 Metern Länge und einer Betonsperre von rund zehn Metern Höhe. Das Rückhaltevolumen wird von derzeit 200.000 Kubikmetern auf rund 700.000 Kubikmeter erhöht, wie Dominik Rosner, Leiter der Abteilung Wasser, erläuterte. Bei einem hundertjährlichen Hochwasser werde der Wasserabfluss um rund 20 Prozent reduziert.
Hannes Lerchbaumer, Obmann des Wasserverbandes Salzach Oberpinzgau, zeigte sich erleichtert über den Start der Verbesserungen. Er verwies auf gute Gespräche mit den Verantwortlichen im Bund und ein gutes Einvernehmen mit allen Beteiligten, darunter die Landesumweltanwaltschaft, der Naturschutzbund und die Grundeigentümer.
Weitere Projekte im Oberpinzgau
Parallel zur Landesbaustelle am Hintersee arbeitet die Wildbach- und Lawinenverbauung Salzburg an weiteren Schutzmaßnahmen. Derzeit werden Projekte am Tobersbach in Uttendorf, am Unterlauf des Obersulzbach in Neukirchen sowie an der Obersten Salzach in Wald im Pinzgau umgesetzt.
Für das Projekt Hollersbach, das ein zentraler Bestandteil des langfristigen Hochwasserschutzes in der Region ist, liegen nun die Bewilligungen vor. Über die weitere Finanzierung verhandelt man derzeit mit dem Bund. Parallel dazu laufen die Arbeiten in den Untersuchungsgebieten Mittersill-Rettenbach, Neukirchen-Sulzau, Habachtal und Krimmler Achental auf Hochtouren.
Quelle: https://www.mittersill.at/Auftakt_fuer_den_Ausbau_des_Hochwasserschutzes_im_Oberpinzgau
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