Speisereste im Wald: Polizei tappt weiter im Dunkeln

Pia ProdingerPia Prodinger
©APA/EVA MANHART (Symbolbild)

In Kärnten werden immer wieder Säcke mit Speiseresten illegal im Wald entsorgt. Trotz zahlreicher Hinweise und Untersuchungen konnten die Täter bisher nicht ermittelt werden, so der ORF.

Die Polizeiinspektion Afritz steht vor einem Rätsel: Erneut wurden Säcke mit Essensresten in abgelegenen Waldgebieten gefunden. Christian Lepuschitz von der Polizeiinspektion berichtete, dass die Überreste von einer Lebensmittelanstalt analysiert wurden. Einzelne Ablagerungen ohne Plastiksack seien zwar nicht umweltgefährdend, doch bei konzentrierter Anhäufung auf einem Haufen stelle dies sehr wohl eine Gefahr dar. Ihm sei es völlig unverständlich, wie jemand eine solche Menge illegal entsorge, da die regulären Entsorgungskosten deutlich niedriger seien.

Ermittlungen bisher erfolglos

„Wir sind zahlreichen Hinweisen nachgegangen im Stadtgebiet von Villach und Villach-Land, auch im Bezirk Spittal, aber bis dato haben wir leider keine Erfolge verbuchen können“, erklärte Lepuschitz. Bei den beiden jüngsten Funden mussten die Täter fünf Euro Mautgebühr entrichten. Allerdings bringe dies für die Ermittlungen nichts, da auch Münzen eingeworfen werden könnten.

Auch die Plastiksäcke selbst wurden untersucht. Teilweise trugen sie französische, teilweise deutsche Aufschriften. Zudem wurden Gaststätten überprüft: „Alle überprüften Gaststätten haben einen Nachweis für die Entsorgung vorlegen können“, so Lepuschitz. Nun werden erneut Anrainer befragt, ob sie etwas beobachtet haben. Die Ermittlungen beginnen von Neuem.

Fundorte in abgelegenen Gebieten

Die Säcke werden im Umkreis von Arriach, Afritz, Treffen und Radenthein gefunden. „Es hört nicht auf. Ich wundere mich selber, weil ich dachte, nach der Schneeschmelze wäre alles gefunden und es wird Ruhe“, sagte Lepuschitz. Die Säcke seien jedoch noch nicht lange dort gelegen.

Die Bevölkerung sei aufmerksam und melde jeden verdächtigen Müll, doch die Fundgebiete seien sehr abgelegen. Oft entdecken Holzfäller die Säcke in steilem Gelände, wo sonst keine Wanderer unterwegs sind. „Die suchen sich extra so ein Gebiet aus, dass man es nicht sofort findet“, so der Polizist.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3371222/

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