SPÖ fordert 150 neue Kassenarztstellen in Oberösterreich

Mona HopfingerMona Hopfinger
Neue Kassenärzte für Oberösterreich: Gebäude mit "+150" und Patienten auf Karte
© Mit KI (Gemini) generiert

Der oberösterreichische SPÖ-Chef Martin Winkler lehnt den Vorschlag ab, Spitalsambulanzen durch Wahlarztordinationen zu ersetzen. Stattdessen verlangt seine Partei einen massiven Ausbau der niedergelassenen Kassenärzte im Bundesland.

Martin Winkler übt scharfe Kritik am Plan von Manfred Haimbuchner, vorgelagerte Wahlarztordinationen als Alternative zu Spitalsambulanzen einzurichten. Der Landesparteichef der SPÖ Oberösterreich argumentiert, dass dadurch kein zusätzliches medizinisches Personal gewonnen werde. Die Maßnahme würde lediglich Verantwortlichkeiten und finanzielle Lasten zwischen dem Land und der Sozialversicherung hin- und herschieben, ohne die tatsächliche Versorgungslage zu verbessern.

Patientinnen und Patienten benötigten keine zusätzlichen Umwege, sondern eine verlässliche Betreuung in ihrer Nähe, betont Winkler. Wahlarztordinationen seien keine Antwort auf die bestehenden Versorgungsengpässe.

Massive Aufstockung im niedergelassenen Bereich gefordert

Die Entlastung der Spitalsambulanzen sei zwar dringend erforderlich, müsse aber auf anderem Weg erfolgen, so der SPÖ-Politiker. Seine Partei setzt auf einen deutlichen Ausbau der niedergelassenen Versorgung. Konkret fordert die SPÖ Oberösterreich 150 zusätzliche Kassenarztstellen im Bundesland.

Durch mehr Hausärztinnen und Hausärzte, Fachärztinnen und Fachärzte sowie Primärversorgungseinheiten sollen Patientinnen und Patienten schneller Termine erhalten. Viele Behandlungen könnten dadurch außerhalb der Krankenhäuser erfolgen. Investitionen in die Basisversorgung würden die Spitäler entlasten und die Situation für alle Beteiligten verbessern, argumentiert Winkler.

Neuer Schwung statt Verschiebebahnhof

Oberösterreich brauche in der Gesundheitspolitik keinen Verschiebebahnhof, sondern neuen Schwung, stellt Winkler klar. Mit mehr Ärztinnen und Ärzten, kürzeren Wegen und einer starken öffentlichen Gesundheitsversorgung wolle die SPÖ die medizinische Versorgung vorantreiben und die Lebensqualität für Patientinnen und Patienten nachhaltig verbessern.

Quelle: https://www.spooe.at/2026/09/10/gesundheitsversorgung-staerken-statt-kosten-verschieben-winkler-fordert-mehr-kassenaerztinnen-und-kassenaerzte-fuer-oberoesterreich

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