SPÖ fordert Beteiligung der Steiermark an Bahnausschreibung

Die steirische SPÖ verlangt, dass sich das Land an der gemeinsamen Ausschreibung neuer Fahrzeuge für Zillertal- und Pinzgauerbahn beteiligt. Damit könnten auch für die Murtalbahn Kosten gesenkt und Synergien genutzt werden.
Tirol und Salzburg planen die gemeinsame Beschaffung neuer Garnituren für die Zillertalbahn und die Pinzgauer Lokalbahn. Die SPÖ Steiermark sieht darin eine Gelegenheit, die auch für die Murtalbahn genutzt werden sollte. Die steirische Landesregierung müsse sich an der Ausschreibung beteiligen, fordert die Partei.
„Wenn Tirol und Salzburg gemeinsam Fahrzeuge ausschreiben und damit Synergien bei Beschaffung und Betrieb nutzen können, dann muss die Steiermark diese Möglichkeit auch für die Murtalbahn nutzen. Eine solche Chance verstreichen zu lassen, wäre fahrlässig“, erklärt SPÖ-Landesparteivorsitzender Max Lercher. Die Murtalbahn benötige eine langfristige Perspektive sowie moderne und attraktive Fahrzeuge.
Die Murtalbahn sei für die Bevölkerung im Murtal eine zentrale Lebensader, so Lercher weiter. Wer über deren Zukunft spreche, dürfe nicht nur einzelne Bauabschnitte diskutieren, sondern müsse auch klären, mit welchen Fahrzeugen die Menschen künftig fahren sollen.
Kostensenkung durch gemeinsame Beschaffung
SPÖ-Verkehrssprecher im Nationalrat Wolfgang Moitzi betont die Vorteile einer gemeinsamen Ausschreibung. „Wenn mehrere Bahnunternehmen gemeinsam Fahrzeuge beschaffen, können Stückzahlen erhöht, Kosten gesenkt und Synergien genutzt werden. Genau deshalb muss die Steiermark jetzt am Tisch sitzen und darf nicht erst zuschauen, wenn die Ausschreibung bereits abgeschlossen ist.“
Laut Berichten arbeiten Tirol und Salzburg bereits intensiv an der gemeinsamen Ausschreibung. Die neuen Fahrzeuge sollen bei der Zillertalbahn und der Pinzgauer Lokalbahn zum Einsatz kommen. Auch die Murtalbahn steht vor einem umfassenden Erneuerungsbedarf: Bis 2030 sollen dort neue Akku-Hybrid-Garnituren die derzeit eingesetzten Wagen ersetzen.
Voraussetzungen bereits erfüllt
Lercher und Moitzi verlangen von der Landesregierung die Umsetzung dessen, was diese in ihrem eigenen Grundsatzbeschluss bereits festgehalten habe. „Die Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Ausschreibung sind alle erfüllt. Worauf wartet die Landesregierung also noch?“
Angesichts der angespannten öffentlichen Finanzen müsse jede Möglichkeit für Kosteneinsparungen und Synergien genutzt werden. „Wer heute von einem verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeld spricht, muss solche Chancen auch tatsächlich nutzen“, so Lercher abschließend.
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