SPÖ-Frauen unterstützen Eishockey-Nationalspielerinnen

Elf Spielerinnen des österreichischen Eishockey-Nationalteams haben ihre Teilnahme am Team ausgesetzt. Die SPÖ-Frauen Oberösterreich stellen sich hinter die Athletinnen und fordern vom Verband professionelle Rahmenbedingungen.
Wenige Monate vor der ersten A-Weltmeisterschaft des österreichischen Frauen-Eishockey-Nationalteams haben elf Spielerinnen einen drastischen Schritt gesetzt. Nach monatelangem Ringen um faire und professionelle Bedingungen fehlen damit zahlreiche Leistungsträgerinnen. Die SPÖ-Frauen Oberösterreich würdigen den Mut der Athletinnen, auf Missstände aufmerksam zu machen.
Landesfrauenvorsitzende Renate Heitz betont: „Diese Frauen haben Österreich mit Talent, Disziplin und großem Einsatz unter die zehn besten Nationen der Welt geführt. Dass sie nun sogar ihren Traum von der ersten A-Weltmeisterschaft aufs Spiel setzen müssen, damit ihnen endlich zugehört wird, ist beschämend. Ihr Mut verdient höchsten Respekt. Die Zeit des Schweigens ist vorbei.“
Stockbetten und unbeheizte Umkleiden
Die bekannt gewordenen Zustände sind für die SPÖ-Frauen nicht mehr akzeptabel. Dazu zählen Stockbetten, unbeheizte Umkleiden, Teamkleidung aus Restbeständen der Männer, kurzfristige Einberufungen und kein gleichwertiges Taggeld. „Wir schreiben das Jahr 2026. Wer von Frauen und Männern Höchstleistungen verlangt, muss ihnen professionelle Rahmenbedingungen bieten – mit demselben Respekt, derselben Wertschätzung und Verlässlichkeit. Alles andere ist nicht mehr hinnehmbar“, so Heitz.
Die SPÖ-Frauen freuen sich besonders, dass männliche Eishockeyprofis sie unterstützen. Gleichberechtigung sei eine Aufgabe, die Frauen und Männer gemeinsam angehen müssen. Solidarität heiße auch, nicht zu schweigen, wenn Frauen benachteiligt werden.
Forderung an den Verband
Die SPÖ-Frauen fordern vom Verband, die Verbesserungsvorschläge der Spielerinnen und Spieler ernst zu nehmen, verbindliche Zusagen zu treffen und Nachteile für die beteiligten Athletinnen und Athleten auszuschließen. „Wir stehen hinter allen Frauen und Männern, die Ungleichbehandlung sichtbar machen. Gleiche Leistung verdient gleiche Bedingungen – das ist unser Anspruch in Sport, Gesellschaft und Arbeitswelt“, betont Heitz.
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