SPÖ kritisiert Kinderbetreuungsmangel in der Steiermark

Die steirische SPÖ übt scharfe Kritik an der Landesregierung wegen fehlender Kinderbetreuungsplätze. Klubobmann Hannes Schwarz warnt vor wirtschaftlichen Schäden und fordert ein umfassendes Ausbauprogramm mit besserer finanzieller Unterstützung für Gemeinden.
Hannes Schwarz, Klubobmann der steirischen Sozialdemokratie, reagiert mit deutlichen Worten auf aktuelle Meldungen über den Mangel an Betreuungsplätzen für Kinder im Bundesland. Dass Mütter wegen fehlender Betreuungsmöglichkeiten ihre Stellen aufgeben oder die Arbeitszeit stark reduzieren müssten, bezeichnet er als alarmierendes Systemversagen.
Der SPÖ-Politiker stellt die Frage, ob diese Entwicklung von der FPÖ möglicherweise sogar beabsichtigt sei. Kaum anders sei zu erklären, warum die Landesregierung kurzfristig einen Ausbau-Call während der Urlaubszeit ankündige und diesen nur eine Woche lang offen halte.
„Wenn Eltern ihren Job kündigen müssen, weil es keinen Betreuungsplatz für ihre Kinder gibt, dann ist das nicht nur ein persönliches Schicksal, sondern ein massiver wirtschaftspolitischer Schaden für die gesamte Steiermark“, betont Schwarz. Fehlende Kinderbildung und -betreuung gefährde Arbeitsplätze, verschärfe den Fachkräftemangel und schwäche den Wirtschaftsstandort. Wer vom Erhalt des Wohlstands spreche, müsse massiv in den Ausbau investieren.
Gemeinden an finanziellen Grenzen
Die Verantwortung dürfe nicht weiter auf die Gemeinden abgewälzt werden, fordert der Klubobmann. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister wollten Betreuungsplätze schaffen, stießen aber zunehmend an finanzielle Grenzen. Die Gemeinden dürften mit dieser Aufgabe nicht alleine gelassen werden.
Es sei die Pflicht der Landesregierung, den Ausbau finanziell und organisatorisch besser zu unterstützen, anstatt die Qualitätsstandards zu senken, so Schwarz.
Forderung nach flächendeckendem Angebot
Der SPÖ-Politiker verlangt ein umfassendes Ausbauprogramm für Kinderbetreuungseinrichtungen in der gesamten Steiermark. Ziel müsse ein flächendeckendes, qualitativ hochwertiges und bedarfsgerechtes Angebot sein, das Eltern eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermögliche.
„Kinderbetreuung ist keine freiwillige Sozialleistung, sondern eine zentrale Zukunftsinvestition“, erklärt Schwarz abschließend. Wer hier spare oder wegschaue, gefährde Arbeitsplätze, Wohlstand und Chancengerechtigkeit. Die Landesregierung müsse den raschen Ausbau zur Priorität machen.
Quelle: https://stmk.spoe.at/steirische-sozialdemokratie-fordert-raschen-ausbau-der-kinderbetreuung
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