SPÖ kritisiert sexistische Darstellung von Rendi-Wagner

Die SPÖ-Frauensprecherin Sabine Schatz verurteilt die Veröffentlichung sexistischer Fotos der ehemaligen Parteivorsitzenden Pamela Rendi-Wagner. Die Bilder einer Schießveranstaltung wurden kürzlich im Gemeindeblatt von Kennelbach in Vorarlberg publiziert.
Sabine Schatz zeigt sich entsetzt über die frauenfeindliche Abbildung der früheren SPÖ-Chefin und Ministerin Pamela Rendi-Wagner. Die Aufnahmen stammen von einer Schießveranstaltung, die vor mehreren Jahren stattfand. „Die sexistische und frauenfeindliche Darstellung von Pamela Rendi-Wagner, der ehemaligen SPÖ-Vorsitzenden und Ministerin, ist eine massive Herabwürdigung“, erklärt die Frauensprecherin. Es sei erschütternd, wenn eine Frau derart erniedrigt und zur Schau gestellt werde.
Sexismus gegen Politikerinnen
Frauen im öffentlichen Leben seien besonders stark von Frauenhass betroffen. Politikerinnen würden in hohem Ausmaß mit Sexismus, Hass und auch körperlicher Gewalt konfrontiert, heißt es in der Aussendung.
Der Vorarlberger Nationalratsabgeordnete Antonio Della Rossa warnt vor Verharmlosung. „Solche Darstellungen sind nicht harmlos. Sie tragen dazu bei, Frauen zu entwürdigen und frauenfeindliche Einstellungen zu normalisieren“, betont er. Wo Frauen herabgewürdigt würden, dürfe niemand wegsehen.
Forderung nach Aufklärung
Schatz und Della Rossa verlangen eine vollständige Aufklärung des Vorfalls. Es müsse geklärt werden, wie es zu dieser Darstellung und zur späteren Veröffentlichung der Bilder kommen konnte. Wer Verantwortung trage, müsse dafür auch geradestehen. Eine solche Erniedrigung dürfe in keiner Gemeinde und bei keiner Veranstaltung als normal gelten.
Frauenhass müsse entschieden entgegengetreten werden – egal ob im Internet, in der Politik oder bei Veranstaltungen, so Schatz abschließend. Frauen müssten sich öffentlich engagieren können, ohne Erniedrigung, Einschüchterung oder Gewalt fürchten zu müssen.
Quelle: OTS
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