SPÖ Salzburg peilt Regierungsbeteiligung 2028 an

Der neue Salzburger SPÖ-Chef Peter Eder will mit Themen wie Pflege, Gesundheit und leistbarem Wohnen bei der nächsten Landtagswahl zurück in die Landesregierung. Ein Steigbügelhalter für ÖVP oder FPÖ werde er nicht sein, so der ORF.
Der Salzburger SPÖ-Landesparteivorsitzende Peter Eder hat im ORF-Sommergespräch sein Ziel bekräftigt, die Sozialdemokraten 2028 wieder in die Landesregierung zu führen. Der Vize-Bürgermeister von Bürmoos setzt dabei auf klassische sozialdemokratische Inhalte wie Pflege, Gesundheit und leistbares Wohnen.
Das Interview fand am Badesee in Bürmoos statt, einer Gemeinde, die Eder als Beispiel für gelungene SPÖ-Politik sieht. Die Gemeinde verbinde Industrie, Naturschutz, leistbares Wohnen und Bildung, erklärte der Parteichef. In der Gemeinde sei man als Politiker geerdet und nahe an den Lebensrealitäten der Menschen.
Keine Neuausrichtung bei Kernthemen
Auf die Frage, ob die SPÖ-Kernthemen nicht zuletzt zum historisch schlechtesten Ergebnis bei Landtagswahlen geführt hätten, entgegnete Eder, dass es sich um Themen handle, die die Menschen berühren. Die Bürger würden unter der Teuerung stöhnen und hätten Wohnkosten, die einen Großteil des Monatseinkommens verschlingen. „Das, was ich sage, lebe ich. Und das, was ich sage, werde ich auch umsetzen, wenn ich die Möglichkeit dazu bekomme“, betonte der SPÖ-Chef.
Eder hat die Partei erst vor wenigen Wochen übernommen. Er versuche, die Politik so zu machen, wie er sie immer gelebt habe: Die Sorgen, Ängste und Wünsche der Menschen aufnehmen und in Rezepte gießen. In der Opposition könne man die Regierung nur auffordern, in die richtige Richtung zu agieren.
Kein Steigbügelhalter für ÖVP oder FPÖ
Aktuelle Umfragen zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ÖVP und FPÖ, die SPÖ folgt mit Abstand auf Platz drei. Eder wies die Interpretation zurück, die SPÖ könnte zum Steigbügelhalter werden. Ein Steigbügelhalter sei jemand, der alles akzeptiere, nur um einen Regierungssitz zu bekommen. „Das wird es mit Peter Eder nicht geben“, stellte er klar.
Der SPÖ-Chef kritisierte die rechtskonservative Regierung für Sparmaßnahmen in den Bereichen Elementarbildung, Pflege und Gesundheit. Beim Wohnen komme man nicht weiter, gegen die Teuerung passiere nichts. In den knapp zwei Jahren bis zur nächsten Landtagswahl würden die Menschen sehen, wie die Regierung agiere, so Eder.
Zur Bezeichnung „Meister Eder“ durch Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) meinte der SPÖ-Chef, man habe ihm damit geschmeichelt. Wer die Figur kenne, wisse, dass Meister Eder hilfsbereit, sozial kompetent, ehrlich, sympathisch und nett sei.
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