SPÖ verlangt Aufklärung nach Mord in Langenzersdorf

Nach Medienberichten über einen Tötungsdelikt in Langenzersdorf, das mit der Pedo-Hunter-Szene in Verbindung stehen soll, fordert SPÖ-Gleichbehandlungssprecher Mario Lindner lückenlose Aufklärung. Der 18-jährige Tatverdächtige soll geständig sein.
Mario Lindner zeigt sich schockiert über die Berichte zu einem Tötungsdelikt in Langenzersdorf, das möglicherweise mit der sogenannten Pedo-Hunter-Szene zusammenhängt. Der SPÖ-Gleichbehandlungssprecher spricht der Familie und den Freunden des Opfers sein Mitgefühl aus. Auch Menschen, die durch die Berichte Unsicherheit und Angst verspüren, schließt er in seine Anteilnahme ein.
Der Fall müsse vollständig aufgeklärt werden, betont Lindner. Laut Medien soll der 18-jährige Mordverdächtige ein Geständnis abgelegt haben. Er soll sich in Teilen jener Szene bewegen, die bereits im vergangenen Jahr für Aufsehen sorgte. Damals wurden zahlreiche Angehörige der LGBTIQ+ Community, insbesondere homosexuelle Männer, gezielt in Fallen gelockt, erniedrigt und teilweise schwer verletzt.
Forderung nach umfassenden Ermittlungen
Sollten sich die Berichte bestätigen und der Mord tatsächlich mit dieser Hate-Crime-Bewegung in Verbindung stehen, brauche es nicht nur vollständige Aufklärung, sondern auch umfassende Ermittlungen zu den Hintergründen und Methoden dieser Szene, so der SPÖ-Abgeordnete. „Wir dürfen niemals akzeptieren, dass auf Menschen in unserem Land aufgrund ihrer sexuellen Orientierung Jagd gemacht wird“, erklärt Lindner.
Nationaler Aktionsplan gegen Hate Crime
Der Fall unterstreiche die dringende Notwendigkeit, den Nationalen Aktionsplan gegen Hate Crime umzusetzen, betont Lindner. Dieser wurde vom Nationalrat 2025 als Reaktion auf die Berichte über die Hassverbrechen der Pedo-Hunter-Szene beschlossen und befindet sich derzeit in Ausarbeitung.
Angesichts derartiger Verbrechen brauche es nicht nur Maßnahmen im Bereich von Polizei und Justiz, sondern insbesondere auch in der Präventions- und Deradikalisierungsarbeit, fordert der Abgeordnete. Man habe es anscheinend mit einem gewaltbereiten Gedankengut zu tun, das Homosexuellen aus reinem Hass heraus Pädophilie unterstelle und dies als Vorwand für Gewaltverbrechen benutze. „Das können und dürfen wir niemals akzeptieren“, so Lindner.
Der Staat sei gefordert, aktive Präventionsarbeit in allen gesellschaftlichen Bereichen zu forcieren. Genau dafür werde sich die SPÖ einsetzen, erklärt der Gleichbehandlungssprecher.
Quelle: OTS
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