SPÖ will Kindererziehungszeiten bei Pension aufwerten

Oberösterreichs SPÖ-Chef Martin Winkler verlangt eine Reform der Pensionsanrechnung für Eltern. Die Beitragsgrundlage soll auf 3.000 Euro steigen, zudem fordert er die vollständige Anrechnung aller vier Jahre pro Kind.
In Oberösterreich liegt die durchschnittliche Pension von Frauen um rund 44 Prozent unter jener der Männer. Als Hauptursache gilt, dass überwiegend Frauen für die Kinderbetreuung beruflich kürzertreten. Martin Winkler, Landesrat und Vorsitzender der SPÖ Oberösterreich, dringt nun auf eine grundlegende Änderung bei der Anrechnung von Kindererziehungszeiten.
Höhere Beitragsgrundlage und volle Anrechnung
Das Konzept von Winkler ruht auf zwei Pfeilern: Die monatliche Beitragsgrundlage für Kindererziehungszeiten soll von derzeit etwa 2.470 Euro auf 3.000 Euro angehoben werden. Dadurch würde die Erziehungsarbeit am Pensionskonto stärker gewichtet und sich dem mittleren Einkommen annähern.
Zusätzlich verlangt der Landesrat, dass die vorgesehenen vier Jahre Kindererziehungszeit pro Kind vollständig gutgeschrieben werden – auch wenn in diesem Zeitraum ein weiteres Kind zur Welt kommt. Die derzeitige Regelung, wonach nicht genutzte Monate für das ältere Kind verfallen, soll entfallen.
Anerkennung statt Bestrafung
Winkler unterstreicht, dass Eltern nicht Jahrzehnte später mit einer geringeren Pension für ihre Erziehungsarbeit bestraft werden dürften. „Leistung muss sich auszahlen – im Berufsleben genauso wie bei der Kindererziehung. Wenn wir es mit Respekt gegenüber Müttern und Vätern ernst meinen, dann muss sich dieser Respekt auch auf ihrem Pensionskonto wiederfinden“, so der SPÖ-Politiker.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen würden laut Winkler nicht nur mehr Gerechtigkeit herstellen, sondern auch ein deutliches Zeichen für die gesellschaftliche Wertschätzung von Eltern setzen.
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