SPORTUNION fordert mehr Bewegung für gesunde Lebensjahre

Mona HopfingerMona Hopfinger
Gesunde Lebensjahre: Von Kind bis Senior, Kalender 2035, Euro-Symbol, 14x Kosteneinsparung
© Mit KI (Gemini) generiert

Anlässlich des Nationalfeiertags und der ORF-Initiative „Wir bewegen Österreich“ betont die SPORTUNION die Bedeutung von Sport für ein gesundes Altern. Präsident Peter McDonald sieht in regelmäßiger Bewegung den Schlüssel zu mehr Lebensqualität im Alter.

Der Nationalfeiertag am 26. Oktober steht heuer erneut im Zeichen körperlicher Aktivität. Das ORF-Projekt „Wir bewegen Österreich“ setzt österreichweit einen Impuls für mehr Bewegung. Die SPORTUNION Österreich nutzt die Gelegenheit, um auf die gesundheitliche Bedeutung von Sport hinzuweisen.

„Wer körperlich aktiv bleibt, kann seine Lebensqualität erhalten, Krankheiten vorbeugen und die Gesundheit bis ins hohe Alter stärken. Dafür braucht es niederschwellige Angebote und eine stärkere Verankerung von Bewegung in unserem Alltag“, erklärt SPORTUNION-Präsident Peter McDonald.

Longevity statt bloßer Lebensverlängerung

Im Zentrum stehe nicht nur ein langes Leben, sondern vor allem ein gesundes, selbstständiges und aktives Dasein. „Es geht nicht nur darum, möglichst alt zu werden, sondern möglichst lange gesund, selbstständig und aktiv zu bleiben“, so McDonald.

SPORTUNION-Vizepräsidentin Michaela Huber betont: „Wir müssen Gesundheit ganzheitlich denken. Sport und Bewegung gehören zu den wirksamsten Maßnahmen, um die Lebensqualität bis ins hohe Alter zu erhalten und gesunde Lebensjahre zu gewinnen.“ Wichtig sei, dass Menschen möglichst früh und dauerhaft Zugang zu passenden Bewegungsangeboten erhalten.

Sportvereine als soziale Ankerpunkte

Sportvereine leisten dabei einen wesentlichen Beitrag: Sie ermöglichen Bewegung in der Gemeinschaft, schaffen soziale Kontakte und bieten Menschen aller Altersgruppen einen niederschwelligen Zugang zu regelmäßiger körperlicher Aktivität.

Inaktivität kostet vier Milliarden Euro jährlich

Dass regelmäßige Bewegung nicht nur individuell, sondern auch gesellschaftlich und wirtschaftlich von Nutzen ist, belegt die Studie „Gesundheitsökonomische Effekte von Sport und Bewegung in Österreich“ von Econmove aus dem Jahr 2026. Demnach verursacht körperliche Inaktivität in Österreich jährlich Kosten von knapp vier Milliarden Euro. Das sind 4,7 bis 7,4 Prozent aller Gesundheitsausgaben.
Die direkten Kosten durch Krankheiten betragen bis zu 3,5 Milliarden Euro im Jahr. Dazu kommen Kosten durch Krankenstände, Berufsunfähigkeit und frühen Tod.
Körperliche Bewegung spart dem Gesundheitswesen jedes Jahr bis zu 333 Millionen Euro. Laut Studie stammen 16 bis 27 Prozent dieses Nutzens vom organisierten Sport.

Sportvereine bringen 14-fachen Nutzen

Den größten Nutzen für die Gesellschaft zeigt der Social Return on Investment. Jeder Euro, der in Sportvereine fließt, bringt der Gesellschaft das 14,2-Fache zurück.
Die Studie sieht aber auch Handlungsbedarf. Wenn der Trend so bleibt, sind 2065 in Österreich nur noch etwa zwölf Prozent der Menschen ausreichend aktiv.
McDonald sagt, die SPORTUNION sehe sich durch diese Zahlen bestätigt. Bewegung müsse langfristig und mit festen Strukturen gefördert werden, und zwar in Bildungseinrichtungen, am Arbeitsplatz, im Gesundheitssystem und in den Sportvereinen.

Österreich bei gesunden Lebensjahren im Rückstand

Bei der Lebenserwartung steht Österreich recht gut da. Bei den gesunden Lebensjahren muss das Land im europäischen Vergleich aber aufholen. Wer sich regelmäßig bewegt, bleibt eher gesund und wird körperlich leistungsfähiger. Außerdem sinkt das Risiko für viele Krankheiten.
Huber sagt, man wolle nicht nur länger leben, sondern vor allem mehr Jahre in guter Gesundheit. Dafür müsse Bewegung ganz selbstverständlich zum Alltag gehören. Die Sportvereine hätten dafür die nötigen Strukturen, Erfahrung und Menschen, um viel beizutragen.

Vier konkrete Forderungen an die Politik

Die laufende Gesundheitsreform ist für die SPORTUNION eine Gelegenheit, Prävention und Bewegung nachhaltig im heimischen Gesundheitssystem zu verankern. Der Verband legt vier Forderungen vor:

  • Tägliche Bewegungseinheit: Als strukturelle Präventionsmaßnahme soll sie bis 2030 flächendeckend für Kinder und Jugendliche eingeführt werden.

  • Höhere Präventionsinvestitionen: Die Präventionsausgaben der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) sollen bis 2030 um die Hälfte steigen, zweckgewidmet für Gesundheitssportinitiativen unter Einbindung bestehender Strukturen des organisierten Sports.

  • Vital-Bonus-Modell: Wirtschaftliche Anreize sollen Arbeitnehmer zu Eigenverantwortung und Vorsorge motivieren und zugleich die Bindung an Sportvereine festigen.

  • Engere Kooperation mit der Primärversorgung: Niederschwellige Bewegungsangebote und regionale Partnerschaften zwischen Sportvereinen, Ärzten und Gesundheitseinrichtungen sollen ausgebaut werden.

Ziel: Fünf zusätzliche gesunde Lebensjahre bis 2035

Fünf zusätzliche gesunde Lebensjahre bis 2035: Für die SPORTUNION ist dieses Ziel ein wichtiger gemeinsamer Auftrag an Politik, Gesundheitswesen und Gesellschaft. Einen sichtbaren Impuls dafür könnten der Nationalfeiertag und die ORF-Initiative „Wir bewegen Österreich” liefern.

„Entscheidend ist jedoch, dass Bewegung nicht auf einzelne Aktionstage beschränkt bleibt, sondern dauerhaft im Alltag der Menschen ankommt“, betont McDonald. Die Botschaft der SPORTUNION lautet: Wer heute in Bewegung investiert, investiert in die Gesundheit von morgen. Sportvereine seien dafür wichtige Partner – vom Einstieg in die Bewegung bis zu einem aktiven Leben im Alter.

Quelle: https://sportunion.at/stmk/news/2026/10/22/longevity-statt-anti-aging-hype-sportunion-und-die-who-ruecken-gesunde-lebensjahre-in-den-fokus

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