Springfrosch springt bis zu zwei Meter weit

Mona HopfingerMona Hopfinger
Frosch schwimmt in schlammigem Wasser mit Schilf im Hintergrund
© R. Jagersberger, H. Kurz

Der Springfrosch verdankt seinen Namen einer besonderen Fähigkeit: Er kann bis zu zwei Meter weit und einen Meter hoch springen. Der Naturschutzbund Oberösterreich stellt die heimische Amphibienart in einer Artikelserie vor.

Im Rahmen des Interreg-Projekts „Amphibienschutz LINKED“ widmet sich der Naturschutzbund Oberösterreich heuer in einer Serie den heimischen Amphibien. Im Fokus steht aktuell der Springfrosch (Rana dalmatina), der dank seiner langen Beine etwa das 30-fache seiner Körperlänge überwinden kann.

Weibchen erreichen eine Länge von rund acht Zentimetern, Männchen werden bis zu 6,5 Zentimeter groß. Der Rücken zeigt sich rötlich-braun bis gelb-braun, meist ohne dunkle Flecken. Der Bauch ist hell beigefarben und in der Regel ungefleckt. Verglichen mit dem Grasfrosch hat der Springfrosch eine spitzere Schnauze und ein größeres Trommelfell. Die Kaulquappen besitzen einen hohen Flossensaum und werden bis zu sechs Zentimeter lang.

Lebensraum und Fortpflanzung

Bevorzugt werden lichte, warme Laubwälder, gewässerreiche Wälder und Flussauen in Mittelgebirgslagen bis 700 Höhenmeter. Verbreitet ist die Art vor allem im Flachland, in den Alpen fehlt sie. Die Sommerlebensräume liegen oft weit entfernt vom Laichgewässer. Zur Fortpflanzung nutzt der Springfrosch mitteltiefe Gewässer wie Altarme, Seen, Teiche und Stillwasserzonen an Flüssen.

Als einer der ersten Frösche wandert er ab Mitte Februar zu den Gewässern. Das Weibchen befestigt einzelne, rundliche Laichballen an Ästen und Stängeln im Wasser. Die Laichablage erfolgt hauptsächlich im März und April, die Kaulquappen sind etwa von April bis Juli im Gewässer anzutreffen. Die Lebenserwartung beträgt bis zu sechs Jahre.

Schutzmaßnahmen und Gefährdung

Der Springfrosch gilt zwar stellenweise als häufig, wird aber in der Roten Liste in der Vorwarnstufe geführt. Zu den Hauptbedrohungen zählen Lebensraumverlust durch Austrocknung und Grundwasserabsenkung, Verschmutzung durch Pestizide, Dünger und Müll, Fischbesatz sowie Todesfallen wie Straßenverkehr, Mäharbeiten und Gullys. Auch Erkrankungen durch den Ranavirus oder den Chytridpilz gefährden die Bestände.

Wichtig sind der Erhalt von Laichgewässern und Landlebensräumen sowie Amphibienschutzvorrichtungen an Straßen. Um eine Verschleppung von Krankheiten zu vermeiden, sollten etwa Schuhe beim Besuch unterschiedlicher Gebiete gründlich gesäubert werden. Hunde sollten von Amphibiengewässern ferngehalten werden, sie können die empfindlichen Tiere stören und ihren Laich zertrampeln. Zudem sind Hunde durch giftige Hautsekrete von Kröten oder Salamandern gefährdet.

Farbwechsel bei Temperaturänderung

Eine faszinierende Eigenschaft: Der Springfrosch kann seine Farbe geringfügig ändern. Bei Kälte ist er häufig dunkel gefärbt, bei Wärme und Trockenheit trägt er oft ein sehr helles Gewand.

Naturbeobachtungen können auf der Citizen Science Plattform des Naturschutzbundes unter www.naturbeobachtung.at gemeldet werden.

Interreg-Projekt bis 2028

Das länderübergreifende Interreg-Projekt „Amphibienschutz LINKED“ bündelt die Expertisen von Naturschutzbund Oberösterreich, Naturschutzbund Österreich, Naturschutzbund Salzburg, Naturschutzbund Tirol und Bund Naturschutz in Bayern. Bis 2028 entstehen Leitfäden, die praxisnahe Lösungen für Gefahrenstellen wie Straßen, Weideroste und Speicherteiche bieten.

Durch die Optimierung von Laichgewässern und gezielte Öffentlichkeitsarbeit soll der Lebensraum geschützt und das Bewusstsein in der Bevölkerung gestärkt werden.

Quelle: https://naturschutzbund-ooe.at/newsreaderpresse/items/amphilink-der-springfrosch-macht-seinem-namen-alle-ehre-2.html

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