Spritpreisbremse bringt nur 0,95 Euro Ersparnis

Mathias FischerMathias Fischer
Benzinpumpe, Tacho und Fuß auf "Spritpreisbremse"-Pedal vor leerer Straße
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Bundesregierung hat die Spritpreisbremse für August verlängert und die Mineralölsteuer-Senkung von 0,8 auf 1,9 Cent pro Liter erhöht. Der ARBÖ kritisiert die Maßnahme als unzureichend: Bei 50 Litern Tankfüllung spare man nicht einmal einen Euro.

Die Regierung setzt die Spritpreisbremse im August fort und hebt die Reduktion der Mineralölsteuer an – von bisher 0,8 Cent auf nun 1,9 Cent je Liter. Für Autofahrer bedeutet das bei einer Tankfüllung von 50 Litern eine Ersparnis von lediglich 0,95 Euro.

ARBÖ-Generalsekretär KommR Mag. Gerald Kumnig übt scharfe Kritik an der Maßnahme: „Diese Form der Spritpreisbremse kann angesichts der wieder gestiegenen Treibstoffpreise bei Weitem nicht für ausreichend erachtet werden“, so Kumnig. Besonders Pendler, Familien und alle, die auf ihr Auto angewiesen seien, würden keine spürbare Entlastung erfahren.

Entlastung nur durch Umsatzsteuer-Rückgabe

Die aktuelle Senkung basiert ausschließlich auf der Rückgabe zusätzlicher Umsatzsteuereinnahmen über eine entsprechende Reduktion der Mineralölsteuer. Eine Begrenzung der Gewinnmargen der Mineralölkonzerne ist für August nicht vorgesehen.

Positiv bewertet der ARBÖ, dass die sogenannte Preis-Runter-Garantie weiterhin gilt. Diese verpflichtet die Branche, sinkende internationale Großhandelspreise rasch an die Konsumenten weiterzugeben. „Die Weitergabe sinkender Preise muss genau beobachtet werden. Es darf nicht sein, dass Preissteigerungen sofort, Preissenkungen aber erst mit Verzögerung bei den Konsumenten ankommen“, fordert Kumnig. Falls die derzeitige Regelung nicht ausreiche, müsse die Bundesregierung rasch weitere Maßnahmen setzen.

ARBÖ fordert deutlichere Entlastung

Vor allem Pendler, Familien und Menschen in ländlichen Regionen seien vielfach auf das eigene Fahrzeug angewiesen und könnten ihre Mobilität nicht kurzfristig umstellen. Auch zahlreiche Unternehmen würden unter hohen Treibstoffpreisen leiden.

Der ARBÖ fordert daher eine deutlich spürbarere steuerliche Entlastung bei Treibstoffen. Als Optionen nennt die Organisation eine vorübergehende Aussetzung der Mineralölsteuer oder eine Reduktion der CO₂-Bepreisung. „Auch wenn die nunmehrige Erhöhung der Spritpreisbremse besser als gar keine Entlastung ist, muss noch wesentlich mehr getan werden, um die finanzielle Belastung der Bevölkerung tatsächlich spürbar zu reduzieren“, schließt Kumnig ab.

Quelle: https://www.arboe.at/medien/news/hoehere-spritpreisbremse-werden-kraftfahrer-kaum-spueren

Worüber spricht Eisenstadt morgen?

Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.