St. Leonhard am Forst: Hochwasserschutz für 4,5 Mio. Euro

In St. Leonhard am Forst beginnt der dritte Bauabschnitt für Hochwasserschutzmaßnahmen. Gemeinsam mit den anderen Abschnitten sollen künftig Schäden von 26 Millionen Euro verhindert werden.
Der dritte Bauabschnitt für den Hochwasserschutz in St. Leonhard am Forst ist gestartet. Beim Spatenstich betonte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP), dass zahlreiche Menschen, Gebäude, Betriebe und landwirtschaftliche Höfe damit vor 100-jährlichem Hochwasser geschützt werden. Zusammen mit den beiden anderen, teils bereits abgeschlossenen Bauabschnitten könnten künftig Schäden in Höhe von 26 Millionen Euro vermieden werden.
Pernkopf verwies darauf, dass Schutzbauten bei den jüngsten Hochwässern im ganzen Land wesentlich höhere Schäden verhindert hätten. Deshalb werde aus Liebe zum Land auch weiterhin massiv in den Hochwasserschutz investiert, um die Heimat vor zukünftigen Katastrophen zu rüsten.
Sicherheit hat oberste Priorität
Bürgermeister Hans-Jürgen Resel zeigte sich erfreut über den weiteren Bauabschnitt. Für ihn als Bürgermeister habe die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger oberste Priorität. Mit diesem Schritt werde die Bevölkerung, die Betriebe und landwirtschaftlichen Anwesen langfristig vor Hochwasser geschützt. Es handle sich um eine Investition in die Sicherheit und Zukunft der Gemeinde.
Dämme, Mauern und Entwässerung
Das Projekt beinhaltet Umschließungsdämme und -mauern sowie Entwässerungssysteme. Diese werden so nahe wie möglich an die zu schützenden Bereiche angelegt, um den Retentionsraum bestmöglich zu erhalten. Die mittlere Höhe der Umschließungsdämme und -mauern beträgt rund 1,2 Meter, die Gesamtlänge rund 1,7 Kilometer.
Das Bauende ist für Juni 2028 geplant. Für die Maßnahme stellen das Land Niederösterreich und der Bund je rund 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Beitrag der Marktgemeinde St. Leonhard am Forst von 0,9 Millionen Euro ergibt sich eine Gesamtinvestition von 4,5 Millionen Euro.
Klimawandel erfordert vorausschauenden Schutz
Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) richtete anlässlich des Spatenstichs seine Grüße aus. Der Klimawandel verändere die Niederschlagsmuster und führe zunehmend zu intensiveren Starkregenereignissen. Umso wichtiger sei es, Lebensräume vorausschauend vor Hochwasser zu schützen. Deshalb werde österreichweit konsequent in wirksame Hochwasserschutzmaßnahmen und ökologische Verbesserungen investiert, die den Menschen mehr Sicherheit bieten und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen stärken.
Jeder Euro, den man heute in den Hochwasserschutz investiere, sei eine Investition in die Sicherheit der Bevölkerung, den Erhalt der Umwelt und die Zukunft der Regionen, so Totschnig.
Über 800 Projekte seit 2002
Pernkopf erklärte abschließend, dass seit 2002 etwa 800 Hochwasserschutzprojekte umgesetzt wurden. Dadurch seien mehr als 300 Gemeinden sicherer gemacht worden. Hochwasserschutz sei heute immer ein Mix aus Dämmen, mobilen Elementen und Wasserrückhalt. Ein Drittel werde künftig in Projekte fließen, mit denen den Flüssen wieder mehr Platz gegeben wird.
Gebaut werde derzeit im ganzen Land, rund 30 Projekte seien gerade in Bau, zum Beispiel in Wöllersdorf-Steinabrückl und St. Veit an der Gölsen.
Quelle: OTS
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