St. Pölten bietet Volksschulen Gratis-Schwimmkurse an

24 Volksschulklassen aus St. Pölten nehmen ab September wöchentlich am Schulschwimmen teil. Die Landeshauptstadt finanziert Organisation, Eintritt und Busfahrten, so der ORF.
In Österreich können laut einer Untersuchung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit 137.000 Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 19 Jahren nicht schwimmen. Die Stadt St. Pölten will diese Zahl reduzieren und setzt gemeinsam mit der Arbeiterkammer Niederösterreich und der Niederösterreichischen Versicherung auf die frühe Vermittlung von Schwimmfähigkeiten.
Ab September nehmen 24 Volksschulklassen aus der Landeshauptstadt täglich am Schulschwimmen teil. Die Stadt trägt die Kosten für Organisation, Freibadeintritt, Busfahrten und die notwendige Infrastruktur. Der ESV St. Pölten führt die Kurse durch, wobei zwei bis drei Lehrkräfte pro Klasse auf die unterschiedlichen Schwimmkenntnisse der Kinder eingehen.
„Für uns als ESV ist es besonders wichtig, dass die Kinder einen positiven und sicheren Zugang zum Wasser bekommen“, erklärt Obmann Christoph Schwarz. Beim Schulschwimmen könne man sehr früh ansetzen und die Kinder dort abholen, wo sie mit ihren unterschiedlichen Vorkenntnissen stehen. Der Ansatz reiche vom ersten Wasserkontakt über die elementare Schwimmausbildung bis zum Breiten- und Leistungssport.
Neue Leichtbauhalle senkt Energieverbrauch
Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) betont, dass mehr als 20 Klassen an allen Schultagen schwimmen können, was zeige, wie gut die Initiative funktioniere. Die Investitionen der vergangenen Jahre seien sehr sinnvoll und ermöglichten vielen Kindern, sicher schwimmen zu lernen.
Parallel zum Ausbau des Schulschwimmens investiert St. Pölten auch in die Infrastruktur. Die bisherige Traglufthalle wird durch eine neue mobile Leichtbauhalle ersetzt, wodurch der Energieverbrauch um 50 Prozent sinkt. So können die vorhandenen Wasserflächen auch im Winter genutzt werden. Zusätzlich werden eine neue Lüftungsanlage im Kabinentrakt errichtet und die WC-Anlagen für den Winterbetrieb adaptiert. Die Kosten beziffert Stadler mit mehr als 700.000 Euro.
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