St. Pölten: Illegale Deponie wird geräumt

Auf einer Deponie in St. Pölten soll jahrelang unbehandelter Hausmüll illegal abgelagert worden sein. Der Betreiber muss den betroffenen Bereich nun unter behördlicher Aufsicht räumen, so der ORF.
In Österreich ist es seit 17 Jahren verboten, Hausmüll direkt zu deponieren – er muss zuvor behandelt werden. Auf der Deponie „Am Ziegelofen“ in St. Pölten wurde diese Vorschrift offenbar über Jahre hinweg missachtet. Nun läuft die behördlich angeordnete Räumung.
Seit Mai wurden bereits mehrere tausend Tonnen Abfall ausgehoben, wie das Amt der Landesregierung mitteilt. Das Material wird zur mechanisch biologischen Abfallbehandlungsanlage vor Ort gebracht und dort nachbehandelt, bevor es erneut deponiert werden darf.
Kontrolle durch Behörden
Eine Deponieaufsicht ist dauerhaft vor Ort, die technische Abfallaufsicht des Landes kontrolliert die Räumarbeiten wöchentlich. Die Sanierung soll laut Landesregierung bis Ende 2029 abgeschlossen sein. Parallel dazu läuft ein Strafverfahren gegen den Deponiebetreiber.
Greenpeace machte auf Missstände aufmerksam
Die Deponie war 2019 von der Stadt St. Pölten an einen neuen Eigentümer übergegangen. Danach stieg die Geruchsbelästigung deutlich an. Im Dezember 2024 machte die Umweltorganisation Greenpeace das Land auf mögliche illegale Müllablagerungen aufmerksam.
Die betroffene Firma wies die Vorwürfe damals als „haltlos und spekulativ“ zurück. Bei 25 Probeschürfungen stellte das Land Niederösterreich jedoch bei 23 Beanstandungen fest. Die Deponie wurde daraufhin behördlich geschlossen. Im Sommer 2025 ordneten die Behörden schließlich die Sanierung an.
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