St. Pölten: Sechs Wohnungen für Wohnungslose entstehen

In der Daniel Gran Straße 41 in St. Pölten wird ein Wohnhaus generalsaniert und aufgestockt. Bis zum Abschluss der Arbeiten entstehen sechs leistbare Wohnungen für Menschen in Wohnungsnot. Das Projekt wird mit Mitteln der NÖ Wohnbauförderung umgesetzt.
Das Gebäude in der Daniel Gran Straße 41 wird seit Anfang Februar umfassend saniert und erweitert. Der Verein Wohnen, dem das Haus gehört, schafft mit Unterstützung der niederösterreichischen Wohnbauförderung sechs moderne Wohnungen für Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen oder bedroht sind. Bisher standen in dem Gebäude vier Wohnungen zur Verfügung.
„Mit diesem Projekt schaffen wir nicht nur zusätzlichen Wohnraum, sondern geben Menschen in schwierigen Lebenssituationen eine neue Perspektive“, erklärt Wohnbau-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP). Leistbares Wohnen sei eine wichtige Grundlage für Stabilität und gesellschaftliche Teilhabe.
Aufstockung und historische Fassade
Die künftigen Wohnungen werden zwischen 41 und 55 Quadratmeter groß sein. Durch die Aufstockung des Gebäudes entsteht der zusätzliche Wohnraum. Die historische Fassade bleibt dabei erhalten und trägt weiterhin zum Stadtbild des Viertels bei.
Seit dem Baustart wurden mehrere zentrale Etappen abgeschlossen. Ende März beziehungsweise Anfang April begannen die Vorbereitungsarbeiten für die Aufstockung. Mitte Mai fand die Gleichenfeier statt, die den Abschluss wesentlicher Rohbauarbeiten markierte. Mitte Juni wurde das neue Dach fertiggestellt und eine Photovoltaikanlage installiert. Mit der Fenstermontage Ende Juni wurde die Gebäudehülle weitgehend geschlossen.
Betreuung und soziale Integration
Der Verein Wohnen will den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern nicht nur Wohnraum, sondern auch eine langfristige Perspektive bieten. Begleitend zum Wohnangebot erhalten sie Beratung und Unterstützung durch die Angebote des Vereins. „Wohnraum ist weit mehr als vier Wände. Er schafft Sicherheit, ermöglicht einen Neuanfang und bildet die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben“, sagt Patricia Grünauer, Geschäftsführerin des Vereins Wohnen.
Qualifizierung für junge Menschen
Das Projekt leistet auch einen Beitrag zur Arbeitsmarktintegration. Die Gemeinnützige Sanierungs- und Beschäftigungs GmbH (GESA), eine Tochtergesellschaft des Vereins Wohnen, unterstützt die Bauarbeiten. Im Rahmen des Programms „Fit im Handwerk“ sammeln junge Menschen ohne abgeschlossene Lehrausbildung praktische Erfahrungen auf der Baustelle und qualifizieren sich in unterschiedlichen Handwerksberufen. Die Vermittlung erfolgt über das Arbeitsmarktservice.
„Dieses Projekt zeigt beispielhaft, wie soziale Verantwortung auf mehreren Ebenen wirken kann“, erklärt Matthias Zuser, Geschäftsführer der GESA. Man schaffe dringend benötigten Wohnraum und eröffne gleichzeitig jungen Menschen neue berufliche Perspektiven.
Fertigstellung in den kommenden Wochen
In den nächsten Wochen stehen die Fertigstellung der Trockenbauarbeiten, der Fußbodenaufbau einschließlich Estrich sowie die abschließenden Fassadenarbeiten an. Parallel dazu werden die technischen Installationen fertiggestellt und die letzten Ausbauarbeiten durchgeführt. Birgit Eibner, Leiterin des sozialen Wohnungsmanagements beim Verein Wohnen, zeigt sich zufrieden: „Die positive Entwicklung auf der Baustelle zeigt, dass soziale Verantwortung und nachhaltige Stadtentwicklung Hand in Hand gehen können.“
Quelle: OTS
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