Staatsanwaltschaft ermittelt nach Legionellen-Todesfällen

Nach dem Ausbruch der Legionärskrankheit im Großraum Linz mit drei Todesopfern hat die Staatsanwaltschaft Linz Ermittlungen aufgenommen. Auslöser war die Anzeige eines Hinterbliebenen, so der ORF.
Die Staatsanwaltschaft Linz bestätigte am Dienstag gegenüber dem ORF Oberösterreich, dass ein Ermittlungsverfahren läuft. Die Polizei erhielt bereits einen entsprechenden Auftrag. Anlass für die Ermittlungen war nach Angaben des ORF Oberösterreich eine Anzeige durch einen Angehörigen.
Im Zentrum der Untersuchungen steht eine mögliche Infektionsquelle. In einer Kühlanlage der Linz AG wurde derselbe Legionellen-Stamm gefunden wie bei einer erkrankten Person. Die Gesundheitsbehörden verweisen zudem darauf, dass die räumliche und zeitliche Verteilung der Erkrankungen sowie erste Analysen der Luftströmungen auf diese Anlage als Quelle hinweisen.
Verfahren gegen unbekannte Täter
Die Linz AG stellte klar, dass derzeit keine Ermittlungen gegen das Unternehmen selbst laufen. Die Staatsanwaltschaft führt das Verfahren ausdrücklich gegen unbekannte Täter. Mehrfach wurde betont, dass das Trinkwasser nicht betroffen ist.
Die betroffene Anlage ist mittlerweile gereinigt und desinfiziert, zudem stellte die Linz AG den Betrieb auf Trockenbetrieb um. Dadurch könne es laut Unternehmensangaben in der Anlage zu keiner Legionellenbildung mehr kommen.
32 Erkrankungen und drei Todesfälle
Mitte Juli waren im Großraum Linz insgesamt 32 Menschen an der Legionärskrankheit erkrankt. Drei Personen starben im Zusammenhang mit dem Ausbruch.
Legionellen in Kaserne Hörsching
Zuletzt wurde auch ein Legionellen-Fall in der Kaserne Hörsching im Bezirk Linz-Land bekannt. Dort wurden die Bakterien in wenig genutzten Sanitäranlagen entdeckt. Laut Bundesheer kam es zu keiner Infektion bei Soldatinnen und Soldaten. Die betroffenen Duschen wurden gesperrt, die Leitungen wurden gespült. Das Problem sei schon im August behoben worden. Ob es einen Zusammenhang mit dem Legionellenausbruch in Linz gibt, ist weiterhin unklar.
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