Staatspreis für Lehrendenteam der FH Joanneum

Pia ProdingerPia Prodinger
Sieben Personen sitzen und stehen in roten Hörsaalreihen.
© FH JOANNEUM / Fabian Hasler

Sieben Lehrende der FH Joanneum haben den Ars Docendi 2026 erhalten. Das Team überzeugte mit einem innovativen Lehrkonzept für Informatikstudien und gewann in der Kategorie „Lernergebnisorientierte Lehr- und Prüfungskultur“.

Elmar Krainz, Heidemarie Köllinger, Johannes Feiner, Andreas Öffl, Petra Kletzenbauer, Mathias Knoll und Florian Temel wurden für ihr Projekt „Code. Collaborate. Create. – Wie Generation Z mit agilem Mindset das Informatikstudium neu denkt“ ausgezeichnet. Die Jury würdigte damit einen zukunftsweisenden Ansatz in der Hochschullehre.

Alle sieben Preisträger unterrichten am Institut Informatik und Künstliche Intelligenz der FH Joanneum in Graz und Kapfenberg. Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner übergab die Trophäen am 7. September 2026 in Wien.

Praxisnahe Ausbildung für Generation Z

Elmar Krainz, stellvertretender Institutsleiter und Studiengangsleiter Informatik, erläuterte das Konzept: „Die Softwareentwicklung geht heute weit über das reine Schreiben von Code hinaus. Moderne IT-Projekte entstehen in interdisziplinären Teams, werden interaktiv entwickelt und eng an realen Anforderungen ausgerichtet.“

Mit dem Eintritt der Generation Z in die Hochschulbildung hätten sich die Erwartungen an die IT-Ausbildung verändert. Studierende suchten zunehmend nach praxisnahen Lernumgebungen, in denen sie aktiv gestalten, zusammenarbeiten und sichtbare Ergebnisse schaffen können. Als Antwort darauf wurde am Bachelorstudiengang Software Design & Cloud Computing ein projektorientierter Lehrplan entwickelt, der Theorie und Praxis verbindet und heute fest im Curriculum verankert ist.

Das projektorientierte Lernen umfasst Barcamps, Bootcamps, Hackathons sowie die Entwicklung eigener Prototypen und Geschäftsmodelle.

Besondere Anerkennung für Engagement

Wolfgang Granigg, Leiter des Instituts Informatik und Künstliche Intelligenz, betonte die Bedeutung der Auszeichnung: „Ein Staatspreis ist alles andere als alltäglich. Er ist eine besondere Anerkennung für außergewöhnliches Engagement, neue Ideen und den Mut, Lehre immer wieder weiterzudenken.“ Die Auszeichnung solle ein Ansporn sein, weiterhin neugierig zu bleiben und Lehre gemeinsam weiterzuentwickeln.

Das Institut bündelt die Kompetenzen der FH Joanneum in Bereichen wie Informatik, Softwareentwicklung, Data Science, Künstlicher Intelligenz, Cybersecurity und Cloud Computing. Mit praxisnaher Lehre und anwendungsorientierter Forschung gestaltet das Institut an den Standorten Graz und Kapfenberg die digitale Zukunft mit.

Rekord bei Einreichungen

Der Ars Docendi ist der Staatspreis für exzellente Lehre und wird seit 2013 jährlich vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung verliehen. Er zeichnet herausragende Lehrkonzepte an österreichischen Hochschulen aus.

Heuer gab es mit 202 Einreichungen von 462 nominierten Lehrenden an 57 Hochschulen so viele Einreichungen wie noch nie.

Quelle: https://www.fh-joanneum.at/presse/staatspreis-ars-docendi-2026-geht-an-lehrendenteam-der-fh-joanneum

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