Stadlober mit klarem Ziel: „WM-Medaille fehlt mir noch“

Mona HopfingerMona Hopfinger
Langlauf-WM Falun 2027: Skifahrer auf Loipe unter Bergpanorama, Zielbanner mit Medaille
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Langläuferin Teresa Stadlober startet Ende November in ihre 14. Weltcupsaison. Trotz Olympia-Bronze 2022 hat die Salzburgerin ein großes Ziel vor Augen: Bei der WM 2027 in Falun will sie endlich eine Medaille holen.

Teresa Stadlober blickt mit großen Ambitionen auf die kommende Saison. „Die WM-Medaille fehlt mir noch. Das ist ein großes Ziel“, erklärte die Olympia-Bronzene von 2022 im Hinblick auf die Weltmeisterschaft, die von 24. Februar bis 7. März 2027 in Falun (Schweden) stattfindet. Die Vorbereitung verlaufe bisher reibungslos. „Es läuft eigentlich ganz gut“, so die Salzburgerin.

Neuer Cheftrainer bringt frischen Wind

Im Sommer übernahm der Italiener Tommaso Custodero die Position des Langlauf-Cheftrainers von seinem deutschen Vorgänger Falk Göpfert. Die Zusammenarbeit funktioniere von Beginn an gut, berichtete Stadlober. „Für die Motivation ist es immer gut, wenn ein bisschen ein Wechsel da ist“, sagte sie. Wie die Kooperation langfristig aussehe, zeige sich erst nach einigen Monaten. „Aber momentan bin ich sehr zufrieden.“

Mehr Technik, weniger Höhentraining

Statt Höhentraining steht nun verstärkt die Technik im Mittelpunkt. „Gerade Skating ist so meine schwächere Disziplin noch gewesen, was die Skitechnik betrifft“, erklärte Stadlober. Man habe sehr viel daran gearbeitet. „Ich fühle mich schon besser.“ Besonders wichtig sei es, „gesund und verletzungsfrei durchgekommen“ zu sein. Die Saisonvorbereitung habe sie „bis jetzt einmal ohne Abstriche eigentlich durchziehen können“.

Derzeit trainiert das Team in der Ramsau, aufgrund der Witterung auf Skirollern. Dazu kommt intensives Krafttraining. Am 2. November reist die Mannschaft nach Muonio, 200 km nördlich des Polarkreises, wo auf einer Snowfarming-Loipe trainiert wird. Selbst dort sei „nicht mehr der Winter, den man sich vorstellt“, betonte die Athletin. „Ohne Snowfarming geht es sowieso nicht mehr.“ Die Skandinavier hätten den Vorteil, dass sie gleich vier bis fünf Kilometer Loipe anlegen. In der Ramsau seien es nur 500 Meter. „Das ist einfach zu wenig.“

Vierter Platz bei WM zweimal knapp verpasst

Bereits 2021 und 2025 scheiterte Stadlober als Vierte nur knapp am WM-Podest. In Falun möchte sie diesen Bann endlich brechen. „Ich habe schon so viele Top-Ten-Platzierungen. Das ist jetzt nicht mehr so das, was mich noch reizt“, sagte sie. Neben der WM-Medaille treibe sie auch „der erste Weltcupsieg“ an. Im Weltcup fehlt ihr nach wie vor der Triumph. Fünfmal wurde sie Zweite, dreimal davon in den vergangenen beiden Saisonen.

Karriereende noch offen

Ob sich ihre Hoffnungen erfüllen, könnte auch Einfluss auf ihre weitere Laufbahn haben. „Ich bin schon lange dabei und ja doch nicht mehr die Jüngste“, sagte Stadlober. Ob Kraft und Motivation bis Olympia 2030 in den französischen Alpen reichen, sei noch unklar – dann wäre sie bereits 37 Jahre alt. „Schauen wir, ob ich dann noch einmal die Spiele angehe. Das ist noch offen.“

Quelle: APA

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