Stadtsenat Graz beschließt „Grüne Meile“ und Sozialprojekte

Mona HopfingerMona Hopfinger
Grüne Meile Neutormit Menschen, Radfahrern und Radfahrern, die sich für Begrünung und soziale Projekte einsetzen.
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Grazer Stadtsenat hat am 21. August 2026 mehrere Projekte bewilligt. Neben der ökologischen Bauaufsicht für die „Grüne Meile Kaiserfeldgasse“ wurden Förderungen für psychosoziale Einrichtungen, Forschungskooperation und Infrastrukturmaßnahmen beschlossen.

In seiner Sitzung am Freitag genehmigte der Grazer Stadtsenat eine Reihe von Vorhaben. Ein zentraler Beschluss betraf die Umgestaltung des Neutorviertels, wo Aufenthaltsqualität und Begrünung verbessert werden sollen.

Ökologische Bauaufsicht für Kaiserfeldgasse-Projekt

Die ökologische Bauaufsicht beim Projekt „Grüne Meile Kaiserfeldgasse" übernimmt DI Waltraud Körndl. Der Auftrag hat einen Wert von 54.762,40 Euro netto bzw. 65.714,88 Euro brutto. Der Antrag wurde mit Mehrheit gegen die Stimmen der ÖVP angenommen.

Das Projektgebiet umfasst die Kaiserfeldgasse zwischen Herrengasse und Neutorgasse, die Schmiedgasse Mitte ostseitig sowie die Raubergasse Süd jeweils bis zum Joanneumring. Der öffentliche Raum im Neutorviertel soll hinsichtlich Aufenthaltsqualität, Begrünung und klimawirksamer Gestaltung aufgewertet werden.

Geplant sind der Abbruch bestehender Oberflächen, die Sanierung von Baumstandorten durch Entsiegelung, die Neuerrichtung der Straße inklusive Entwässerung sowie die Schaffung von Aufenthaltsräumen. Zudem werden Baum- und Staudenpflanzungen durchgeführt und die verordnete Begegnungszone baulich umgesetzt. Die Fach-ÖBA übernimmt auch die behördlich vorgeschriebene Bauaufsicht für Grabungen im Wurzel- und Kronenbereich der Bestandsbäume.

Drei psychosoziale Projekte erhalten Unterstützung

Der Verein Achterbahn – Unabhängige Peerbewegung für psychische Gesundheit Steiermark erhält eine Förderung von 7.500 Euro für den laufenden Betrieb 2026. Der Verein unterstützt seit 20 Jahren Menschen mit psychischen Belastungen und bietet in Graz Selbsthilfe-, Freizeit- und Kreativgruppen sowie ein Gartenprojekt an. Die Angebote ermöglichen freiwilligen und vertraulichen Austausch unter Begleitung von Peers. Im Vorjahr wurden laut Verein in 304 Einheiten insgesamt 3.673 Kontakte verzeichnet. Der Beschluss fiel einstimmig.

Das Wohnhaus „Die Schwalbe“ erhält einstimmig 5.500 Euro. Das Projekt versteht sich als Ergänzung zum professionalisierten Angebot psychosozialer Hilfe in Graz und der Steiermark. Im Wohnhaus leben Frauen nach längerem stationären Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik und werden bei der Rückkehr in den Alltag begleitet. Der Aufenthalt ist auf maximal drei Jahre begrenzt.

Die Österreichische Krebshilfe Steiermark wird mit 5.000 Euro für psychologische Begleitung und klinisch-psychologische Behandlung von Krebspatientinnen und -patienten sowie Angehörigen unterstützt. Auch dieser Beschluss erfolgte einstimmig.

Forschungskooperation und Elternberatung gefördert

Das Projekt Science Fit erhält einstimmig 30.000 Euro. Es umfasst Meetings mit Unternehmensvertretern, die Erhebung offener Fragestellungen, die Darlegung von Kooperationsformaten mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Förderungsoptionen sowie maßgeschneiderte Informationen. Das Konsortium besteht aus Mitarbeitern der TU Graz (Projektkoordinator), der Montanuniversität Leoben, JOANNEUM RESEARCH GmbH, der Universität Graz, der FH Campus02 und der FH JOANNEUM GmbH. Die Laufzeit erstreckt sich von 2026 bis 2029.

Das Eltern-Kind-Zentrum wird mit 5.000 Euro unterstützt. Der Verein begleitet und berät Frauen und Paare während der Schwangerschaft und frühen Elternschaft. In Graz und Umgebung ist das Zentrum eine niederschwellige und stark frequentierte Anlaufstelle. Das Angebot umfasst Schwangerschaftsbegleitung, Vorbereitung auf Geburt und Elternschaft, Erziehungsbegleitung, Stillberatung, offene Treffen sowie Vorträge und Workshops zu Erziehungs- und Gesundheitsthemen. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Kostenlose Tiereinäscherung und neue Geh- und Radwege

Die Tierklinik Thalerhof GmbH erhält für das Projekt „Amicus“ eine Förderung von 4.000 Euro. Das Projekt ermöglicht einkommensschwachen Tierbesitzern aus dem Stadtgebiet Graz eine kostenlose Einäscherung ihrer verstorbenen Haustiere. Die Tierkadaver können in der Tierklinik abgegeben werden, die in Zusammenarbeit mit AEVUM die Einäscherung veranlasst. Der Stadtsenat beschloss die Förderung ohne Gegenstimmen.

Einstimmig bewilligt wurde zudem die Errichtung von Geh- und Radweganlagen sowie einer Bushaltestelle im südlichen Bereich der Puchstraße. Die Baumaßnahmen beginnen im Zufahrtsbereich zur Firma Boels im nördlichen Bereich und enden mit dem Anschluss an den bestehenden Geh- und Radweg im Kreuzungsbereich Puchstraße/Puntigamer Straße. Gebaut werden ein Gehweg, ein getrennter Geh- und Radweg sowie ein gemischter Geh- und Radweg. Die stadtauswärts gelegene Bushaltestelle „Puchstraße Süd" wird nach Süden verschoben und neu errichtet.

Quelle: https://www.graz.at/cms/beitrag/10470852/8106610/Aus_dem_Stadtsenat.html

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