Stalking-Prozess gegen Tierschützer in der Steiermark

Pia ProdingerPia Prodinger
©APA/EVA MANHART (Symbolbild)

Ein 59-Jähriger muss sich vor Gericht wegen Stalking und Cybermobbing verantworten. Die Vorwürfe betreffen ein Tierheim in Murtal, der Mann weist alle Anschuldigungen zurück, so der ORF.

Der 59-jährige Beschuldigte bestreitet vor Gericht sämtliche Vorwürfe energisch. Alle Anschuldigungen seien „erstunken und erlogen“, betont er. Er gibt an, Tierschützer zu sein und auf einem Grundstück neben dem Tierheim Murtal eine Hundestation aufbauen zu wollen. Die Fotos und Videos, die er angefertigt habe, hätten diesem Vorhaben gedient.

Schutzmaßnahmen für Mitarbeiterinnen

Der Obmann des Tierschutzvereins schildert, dass ein Sichtschutz installiert werden musste. Dieser sollte die Mitarbeiterinnen vor den Beobachtungen des Mannes schützen. Die Leiterin des Tierheims bestätigt, dass der Angeklagte täglich rund um das Heim gesichtet worden sei.

Wiederholungstäter mit neuen Anschuldigungen

Der Mann, der sich als Aktivist gegen die „internationale Pfotenmafia“ versteht, ist für seine Facebook-Postings bekannt. Diese richten sich gegen den Steirischen Tierschutzverein, das Tierheim in Kobenz sowie dessen Personal. Wegen ähnlicher Beiträge wurde er bereits in der Vergangenheit verurteilt.

Das laufende Verfahren beinhaltet zusätzlich neue Belästigungsvorwürfe. Ein Urteil wird noch am Dienstag erwartet.

Quelle: https://steiermark.orf.at/stories/3364575/

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