Steiermärkische Sparkasse steigert Gewinn um 19 Prozent

Pia ProdingerPia Prodinger
Gewinnsteigerung H1 2026: 19% auf 270,6 Mio. € mit Bank, Häusern und Stadt
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Steiermärkische Sparkasse verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 einen deutlichen Ergebnisanstieg. Das Periodenergebnis nach Steuern kletterte auf 270,6 Millionen Euro, die Bilanzsumme erreichte 23,9 Milliarden Euro.

Die Steiermärkische Sparkasse hat im ersten Halbjahr 2026 ein Periodenergebnis nach Steuern von 270,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, als das Ergebnis bei 227,5 Millionen Euro lag. Die Bilanzsumme im Konzern wuchs im Vergleich zum 31. Dezember 2025 um 0,3 Prozent beziehungsweise 0,1 Milliarden Euro auf 23,9 Milliarden Euro. CEO Georg Bucher bezeichnete das Halbjahresergebnis als sehr erfolgreich.

Betriebserträge durch Zinsergebnis gestiegen

Die Betriebserträge kletterten um 10,4 Prozent von 458,9 Millionen Euro auf 506,7 Millionen Euro. Verantwortlich dafür waren vor allem das höhere Zinsergebnis sowie der gestiegene Ergebnisbeitrag aus dem kroatischen Teilkonzern. Der Provisionsüberschuss legte von 105,1 Millionen Euro um 7,1 Millionen Euro auf 112,2 Millionen Euro zu.

Besonders stark entwickelten sich die Zahlungsverkehrsdienstleistungen mit einem Plus von 5,6 Prozent sowie die Wertpapierprovisionen, die um 16,0 Prozent wuchsen. Die Risikovorsorgen im Konzern beliefen sich auf 21,3 Millionen Euro und bewegten sich trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds auf einem moderaten Niveau.

Firmenkredite und Wohnbaufinanzierungen legen zu

Bei Firmenkrediten betrug die Neuvergabe von Investitionskrediten im ersten Halbjahr 742 Millionen Euro, das Kreditwachstum von Unternehmen lag bei 2,1 Prozent. Dies zeige eine positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. Die Investitionszurückhaltung der vergangenen Jahre habe in den letzten Monaten spürbar nachgelassen, was zu einer steigenden Nachfrage nach Finanzierungen führe. Im Immobilienbereich würden sich weitere Stabilisierungstendenzen zeigen, wenngleich das gesamtwirtschaftliche Umfeld weiterhin von Unsicherheiten geprägt sei.

Die Nachfrage nach privaten Wohnbaufinanzierungen habe im ersten Halbjahr 2026 spürbar angezogen. Das gesamte private Finanzierungsvolumen stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um rund 60 Millionen Euro auf insgesamt 206 Millionen Euro. Auch die Anzahl der Finanzierungen entwickelte sich erfreulich: Während im ersten Halbjahr 2025 knapp 1.000 Wohnbaufinanzierungen abgeschlossen wurden, waren es im ersten Halbjahr 2026 bereits knapp 1.300.

Auf der Passivseite stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 0,1 Prozent auf insgesamt 17,7 Milliarden Euro. Darin enthalten sind Spareinlagen mit 9,4 Milliarden Euro. Das Eigenkapital stieg um 6,7 Prozent und liegt mit 4,2 Milliarden Euro deutlich über allen regulatorischen Anforderungen.

Quelle: APA

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