Steiermark: 2.000 Kinder auf Warteliste für Kindergarten

Rund 2.000 Familien stehen in der Steiermark noch auf Wartelisten für Kindergartenplätze. Ein Engpass bestehe jedoch nicht, betont Bildungslandesrat Stefan Hermann (FPÖ), so der ORF.
In der Steiermark warten derzeit etwa 2.000 Familien auf einen Kindergartenplatz. Laut Bildungslandesrat Stefan Hermann (FPÖ) sei diese Zahl jedoch nicht besorgniserregend. Die Warteliste bedeute nicht zwingend, dass Kinder ohne Betreuung bleiben würden. Es könne sich auch um Mehrfachanmeldungen handeln, erklärt Hermann.
Auch Elementarpädagogik-Plattformen und die Kinderdrehscheibe in der Steiermark bestätigen, dass Wartelisten zu diesem Zeitpunkt üblich seien. Man rechne damit, nahezu alle Kinder noch unterbringen zu können.
Graz mit niedrigster Bedarfsdeckung
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Versorgung. In Deutschlandsberg liegt die Bedarfsdeckungsquote bei Kindergärten für Drei- bis Fünfjährige bei 108 Prozent, in Graz-Umgebung bei 100,4 Prozent und in Liezen bei 107 Prozent. Auch Leibnitz mit 96,6 Prozent und Weiz mit 97 Prozent seien gut aufgestellt, so der Landesrat.
Problematisch sei hingegen die Situation in der Landeshauptstadt Graz. Dort liege die Deckung bei lediglich 90 Prozent. Die Stadt müsse in den kommenden Jahren verstärkt in den Ausbau investieren, fordert Hermann.
Kinderkrippen: Aufholbedarf in der Steiermark
Bei den Kinderkrippen sieht der Landesrat landesweit Nachholbedarf. Im vergangenen Jahr habe die Steiermark zwar das Barcelona-Ziel von 33 Prozent erreicht, insgesamt bestehe aber weiterhin Aufholbedarf.
Im Betreuungsjahr 2026/27 sollen steiermarkweit 1.022 zusätzliche Krippen- und Kindergartenplätze geschaffen werden. Gemeinden und Träger können beim nächsten Fördercall Ende September für neue Krippengruppen bis zu 320.000 Euro beantragen.
Laut einer Anfragebeantwortung des Bildungsressorts an die Grünen lassen die Bundesländer jedoch weiterhin viele Millionen aus dem Finanzausgleich ungenutzt. In der Steiermark wurden fast 76 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel nicht abgerufen.
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