Steiermark plant drei Facharztzentren bis 2030

Die Steiermark soll zur Pilotregion für Facharztzentren werden. Bis 2030 sind drei Zentren geplant – in der Weststeiermark, nördlich von Graz und in der Landeshauptstadt selbst, so der ORF.
Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl will das Bundesland als Vorreiter für ein neues Versorgungsmodell positionieren. Die drei geplanten Zentren sind im regionalen Strukturplan verankert. Die Initiative ist Teil einer umfassenderen Reform, die auch länderübergreifende Kooperationen und Zusammenarbeit mit den Sozialversicherungen umfasst.
Kooperation statt Konkurrenz
Die Reformbemühungen stehen unter dem Motto „Kooperieren statt Konkurrieren“, wie Kornhäusl betont. Eine verstärkte Zusammenarbeit über bestehende Zuständigkeiten hinweg sei notwendig. Nicht jede Einrichtung könne sämtliche Leistungen bereitstellen – entscheidend sei vielmehr die Kooperation für eine effiziente Versorgung. Neben finanzieller Nachhaltigkeit steht die qualitative Verbesserung der Versorgung im Mittelpunkt.
Länderübergreifende Zusammenarbeit läuft bereits
Seit April arbeitet die Steiermark mit Oberösterreich zusammen, um Patienten effizienter zu versorgen. Ein neuer Finanzierungsvertrag regelt, dass Patienten in Oberösterreich behandelt werden, während in Bad Aussee andere Nutzungsmöglichkeiten entwickelt werden. Ziel sei nicht nur Kostenersparnis, sondern auch Qualitätssteigerung, erklärte KAGES-Vorstand Gerhard Stark. Weitere interregionale Kooperationen sind für Geburtsstationen in Schladming und Schwarzach geplant.
Primärversorgungseinheiten gegen Ärztemangel
Die Besetzung von Kassenstellen bleibt eine zentrale Herausforderung. Die Steiermark setzt verstärkt auf Primärversorgungseinheiten (PVE), um dem Problem zu begegnen. Gemeinsam mit der ÖGK wurden bereits 26 Standorte errichtet, bis 2030 sollen es 40 sein. Das Modell soll auch die kassenärztliche Facharztversorgung stärken, insbesondere in Regionen mit Fachärztemangel.
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