Steiermark plant Maßnahmen gegen extreme Hitze

Die anhaltende Hitze belastet Bevölkerung und Infrastruktur in der Steiermark. Die Landesregierung plante am Donnerstag ein Maßnahmenpaket zum Schutz von Menschen und Einsatzkräften, so der ORF.
Die Hitzewelle und Trockenheit setzen der Bevölkerung, der Landwirtschaft und der Wasserversorgung zu. In Vorau im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld wurden die Einwohner bereits zum Wassersparen aufgerufen. Das Autowaschen und das Füllen von Schwimmbecken ist dort bereits verboten. Die Gemeinde erwägt sogar, die Wasserleitungen zu sperren.
Die Steiermärkische Landesregierung widmete ihre Sitzung am Donnerstag dem Thema Hitze. Laut Land Steiermark sind trotz der schwierigen Lage sowohl die Trinkwasser- als auch die Stromversorgung gesichert.
Stromnetz durch erneuerbare Energien stabilisiert
Der Ausbau von Windkraft und Photovoltaik durch die Energie Steiermark habe im heurigen Sommer dafür gesorgt, dass das etwa 30.000 Kilometer lange Stromnetz keine größeren Probleme hatte. Ergänzend werde in den Nachtstunden immer wieder das Gaskraftwerk Mellach eingesetzt.
Das Land Steiermark kündigte konkrete Schritte zum Schutz der Bevölkerung, der Einsatzkräfte und der Infrastruktur an. Der Fokus liege auf Bildungseinrichtungen, Gesundheit, Landwirtschaft, Feuerwehr und Katastrophenschutz. Die Einsatzbereitschaft von Feuerwehren und Katastrophenschutz müsse gewährleistet bleiben.
Von Schwimmkursen bis zu Kühlinseln
„Die Steiermark soll auch bei extremen Temperaturen sicher, gut versorgt und handlungsfähig bleiben“, erklärte Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ). Die geplanten Maßnahmen reichten von Schwimmkursen vor den Sommerferien über Investitionen in die Waldbrandbekämpfung bis zu Kühlinseln in Gemeinden. Wichtig sei, Beschattung und entsprechende Grünanlagen sicherzustellen. Bei Neubauten müssten Kühleinrichtungen mitgedacht werden, was in der Vergangenheit nicht immer geschehen sei.
Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom (ÖVP) verwies auf das Wassernetzwerk 2050, das die Trinkwasserversorgung sichern soll. Damit werde die Grundlage geschaffen, dass die Steirerinnen und Steirer auch bei großer Hitze verlässlich mit sauberem Trinkwasser versorgt werden können.
Worüber spricht Hartberg-Fürstenfeld morgen?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.