Steinhofer läuft 208 Kilometer und wird Zweiter

Mona HopfingerMona Hopfinger
Austrian Backyard Ultra: Läufer auf Bergstrecke mit Stoppuhr, Kaffee und Jause
© Mit KI (Gemini) generiert

Beim Austrian Backyard Ultra in Kirchschlag im Mühlviertel haben zwei Athleten der LG Innviertel überzeugt. Kurt Steinhofer erreichte mit 208 Kilometern den zweiten Gesamtrang, Elisabeth Weissenbrunner absolvierte nach Verletzungspause 100,58 Kilometer.

Kurt Steinhofer aus Waldzell hat beim Austrian Backyard Ultra in Kirchschlag eine beeindruckende Leistung gezeigt. Der 48-Jährige bewältigte 208 Kilometer und 4526 Höhenmeter, womit er den zweiten Gesamtrang belegte. Für ihn war es bereits die dritte Teilnahme bei diesem Bewerb.

Die Veranstaltung war heuer mit knapp 300 Teilnehmern der bisher größte Backyard Ultra in Österreich. Die Zuschauer aus Kirchschlag unterstützten die Läufer den ganzen Tag und bis tief in die Nacht hinein lautstark.

Magenprobleme nach 60 Kilometern

Sportlich verlief das Rennen für Steinhofer nicht ohne Schwierigkeiten. Nach rund 60 Kilometern traten massive Magenprobleme auf, die ihn über viele weitere Kilometer begleiteten. Die Wende brachte schließlich eine ungewöhnliche Kombination: „Ein Kaffee und ein Marmeladenbrot war dann der Game Changer“, erklärte er im Nachhinein.

Sein ursprüngliches Ziel waren 200 Kilometer als Vorbereitung auf die Backyard Team-WM im Oktober in Seekirchen am Wallersee. Dass er diese Marke noch übertraf und den zweiten Platz erreichte, übertraf seine Erwartungen. „Wenn der Kopf die Überhand über den Körper behält, kann man das machen. Funktioniert nicht immer“, beschrieb er die mentale Herausforderung.

Weissenbrunner feiert Comeback

Ein besonderer Moment war der Start in Kirchschlag für Elisabeth Weissenbrunner aus Ried: Nach längerer verletzungsbedingter Pause absolvierte sie dort ihre erste Ultradistanz der Saison und schaffte 15 Runden – das entspricht 100,58 Kilometern und 2190 Höhenmetern.

„Das hat mich überrascht und zu einem ganz besonderen Moment gemacht, da ich jetzt noch nicht damit gerechnet hatte, diese Distanz schon wieder laufen zu können“, erzählte die Ultraläuferin. Sie hob die besondere Atmosphäre der Veranstaltung hervor: „Es ist eine Laufveranstaltung mit und unter Freunden, einer großartigen Community und einer fantastischen Stimmung, die den Backyard Ultra so besonders macht.“

Details entscheiden über Erfolg

Wertvolle Erkenntnisse zu Ausrüstung und Verpflegung nahm Steinhofer ebenfalls aus dem Rennen mit, denn auf solchen Distanzen können kleinste Details zu großen Problemen werden. „Bei diesen Distanzen wirst du zur Prinzessin auf der Erbse“, so beschrieb er augenzwinkernd die hohen Anforderungen an Schuhe, Socken und Bekleidung. Auch der Austausch mit anderen Athleten sei immer sehr interessant und lehrreich.

Das Format Backyard Ultra

Zu jeder vollen Stunde startet bei einem Backyard Ultra eine neue Runde über 6,706 Kilometer, für die den Teilnehmern exakt eine Stunde zur Verfügung steht. Wer früher ins Ziel kommt, nutzt die verbleibende Zeit zur Erholung und Verpflegung. Ausscheiden muss, wer eine Runde nicht innerhalb der Stunde bewältigt oder beim nächsten Start nicht rechtzeitig an der Startlinie steht. Enden wird das Rennen erst, wenn nur noch ein Athlet übrig ist.

Quelle: https://www.lg-innviertel.at/weissenbrunner-und-steinhofer-mit-starken-leistungen-bei-ultralauf

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