Steirisches Team holt Gold bei Rettungsdienst-WM

Pia ProdingerPia Prodinger
Rotes Kreuz Team mit Pokal vor Rettungswagen in Österreich
© KAGes

Ein Notfallmedizin-Team der KAGes und der Med Uni Graz hat bei den 23. Internationalen Meisterschaften im Medizinischen Rettungsdienst in Polen den ersten Platz in der internationalen Wertung belegt. Rund 60 Teams aus ganz Europa traten vom 9. bis 11. September in Olsztyn an.

Bei den 23. Internationalen Meisterschaften im Medizinischen Rettungsdienst im polnischen Olsztyn hat ein Team der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) und der Medizinischen Universität Graz den ersten Platz in der internationalen Wertung erreicht. Die Bewerbe wurden von 9. bis 11. September 2026 ausgetragen.

Insgesamt nahmen rund 50 Rettungsteams aus Polen sowie zehn internationale Mannschaften teil. Neben Österreich waren auch Teams aus Großbritannien, Griechenland, Ungarn, Zypern, der Slowakei, Estland, Bosnien und Herzegowina sowie der Ukraine vertreten. Gefordert waren Einsätze unter möglichst realitätsnahen Bedingungen, bei denen die Teilnehmer ihr Fachwissen und ihre Einsatzkompetenz unter Beweis stellen mussten.

Erfahrenes Team aus der Steiermark

Für KAGes und Med Uni Graz gingen Dr. Anastasia Grumeth, Dr. Bernhard Kowalski, MSc, Gerhard Andrieu und Marcel Schaffarczyk an den Start. Alle vier verfügen über langjährige Erfahrung im präklinischen Rettungsdienst, die sie beim Österreichischen Roten Kreuz an der Bezirksstelle Graz-Stadt gesammelt haben.

Zu dem Erfolg gratulierten KAGes-Vorstandsvorsitzender Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h.c. Gerhard Stark, Finanz- und Technikvorstand Mag. DDr. Ulf Drabek, MSc MBA, die Rektorin der Med Uni Graz, Assoz. Prof.in Dr.in Andrea Kurz, sowie Gesundheitslandesrat Dr. Karlheinz Kornhäusl.

Realistische Einsatzszenarien

Während des Wettbewerbs mussten die Teilnehmer innerhalb kürzester Zeit medizinische Entscheidungen treffen, Behandlungsmaßnahmen koordinieren und schwer verletzte oder akut erkrankte Patienten versorgen. Die Leistungen wurden von einer internationalen Fachjury bewertet.

Die Aufgaben orientierten sich eng an realen Notfällen. So galt es unter anderem, gemeinsam mit der Feuerwehr einen Patienten mit schweren Brandverletzungen zu versorgen. In einem weiteren Szenario musste ein verunfalltes Kind mit einer angeborenen Blutgerinnungsstörung und starken Blutungen behandelt werden.

Zusätzliche Herausforderungen stellten ein Tauchunfall in Zusammenarbeit mit der Wasserrettung sowie die Versorgung eines Schwerverletzten nach einem Verkehrsunfall dar. Professionelle Unfalldarsteller und realitätsnahe Rahmenbedingungen sorgten für hohen Zeit- und Entscheidungsdruck.

Rund um die Uhr gefordert

Die Wettbewerbe erstreckten sich über Tag und Nacht. Die Kombination aus unbekannten Einsatzlagen, knapper Vorbereitungszeit und laufender Bewertung verlangte den Teilnehmern neben medizinischem Fachwissen insbesondere Teamarbeit, klare Kommunikation und eine rasche Prioritätensetzung ab.

„Solche Wettbewerbe sind für uns eine großartige Möglichkeit, gemeinsam zu lernen und als Team besser zu werden“, betont Teamleiter Dr. Bernhard Kowalski, MSc. Die Erfahrungen aus den internationalen Bewerben seien sowohl für die tägliche Arbeit im Rettungsdienst als auch für die Weiterentwicklung der eigenen Organisation von großem Wert.

Quelle: https://www.kages.at/aktuelles/detail/notfallmedizin-unter-hochdruck-kages-und-med-uni-graz-wettkampfteam-holt-gold-bei-internationaler-meisterschaft-in-polen

Worüber spricht Graz morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.