Strafantrag nach Beschädigung von Kickl-Kletterroute

Nach der Beschädigung einer Kletterroute am Hochschwab, die FPÖ-Obmann Herbert Kickl miterschlossen hatte, kommt es nun zu einer Gerichtsverhandlung. Die Staatsanwaltschaft Leoben hat Strafantrag gegen eine Person eingebracht.
Die Staatsanwaltschaft Leoben hat beim Bezirksgericht Bruck an der Mur Strafantrag gegen eine Person eingebracht. Das bestätigte die Anklagebehörde am Freitag gegenüber der APA. Der Beschuldigte muss sich wegen Diebstahls und Sachbeschädigung verantworten. Die Verhandlung ist für den 22. Oktober um 10 Uhr angesetzt.
Ursprünglich hatte es drei Verdächtige gegeben. Das Verfahren gegen einen der beiden bekannten Verdächtigen wurde eingestellt, jenes gegen eine unbekannte Person ausgeschieden beziehungsweise abgebrochen.
Haken mit Winkelschleifer entfernt
Auslöser der Ermittlungen waren Fotos, die auf eine Beschädigung der Kletterroute "Geheimer Schob" am Hochschwab in der Obersteiermark hindeuteten. Die Route war 2020 von drei Bergsteigern erstbegangen und mit Haken versehen worden – einer der drei war Herbert Kickl.
Laut den Fotos sollen Unbekannte die Haken absichtlich mit einem Winkelschleifer entfernt haben. Die Bilder auf einer Website waren mit der Begründung "Faschisten aus dem Gebirge jagen" versehen. In der Begründung wurde kritisiert, dass Kickl den Hochschwab mit einer Erstbegehung für seine Selbstinszenierung missbrauche.
Die FPÖ hatte daraufhin eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht. Die Alpinpolizei nahm Ermittlungen auf.
Quelle: APA
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