Streit um Eltern-Kind-Pass: SPÖ fordert rasche Lösung

Mona HopfingerMona Hopfinger
Eltern-Kind-Pass mit Ultraschallbild und Geld, Familie und schwangere Frau, Steiermark mit Fragezeichen
© Mit KI (Gemini) generiert

Steirische Gynäkologen verweigern Stempel im Eltern-Kind-Pass, weil sie die Honorierung von Ultraschalluntersuchungen als zu niedrig erachten. SPÖ-Chef Max Lercher kritisiert die Situation scharf und verlangt eine schnelle Einigung zwischen Krankenkassen und Ärzteschaft.

Die Auseinandersetzung um Untersuchungen im Rahmen des Eltern-Kind-Passes sorgt in der Steiermark für Aufregung. Gynäkologinnen und Gynäkologen verweigern den erforderlichen Stempel im Pass, weil sie die Bezahlung für Ultraschalluntersuchungen als unzureichend ansehen. Für betroffene Eltern bedeutet das: Sie müssen die Untersuchungen entweder selbst bezahlen oder riskieren den Verlust von Sozialleistungen.

Der steirische SPÖ-Chef Max Lercher sieht darin einen weiteren Beweis für Probleme im steirischen Gesundheitssystem. „Es kann nicht sein, dass Eltern am Ende die Rechnung dafür bekommen, wenn sich Krankenkassen und Ärzteschaft nicht auf eine Finanzierung einigen können“, so Lercher. Besonders bei Schwangerschaft und Kindergesundheit müsse der Staat sicherstellen, dass notwendige Untersuchungen für alle zugänglich seien.

Kritik an Zwei-Klassen-Medizin

Für Lercher offenbart der aktuelle Fall ein grundsätzliches Problem im Gesundheitswesen. „Wir dürfen nicht akzeptieren, dass sich im Gesundheitssystem immer öfter die Frage stellt, wer sich eine Behandlung noch leisten kann“, betont der SPÖ-Politiker. Eine gute Gesundheitsversorgung müsse für alle Steirerinnen und Steirer verfügbar sein – unabhängig vom Einkommen und ohne dass sie selbst Geld vorstrecken müssten.

Der SPÖ-Chef verlangt eine rasche Lösung zwischen den Verantwortlichen. „Schuldzuweisungen sind überflüssig, es zählt nur eine rasche Lösung im Sinne der Patientinnen und Patienten“, erklärt Lercher. Die Leistungen des Eltern-Kind-Passes müssten verlässlich abgesichert sein. Eltern müssten darauf vertrauen können, dass die medizinische Versorgung ihrer Kinder und die notwendigen Untersuchungen während der Schwangerschaft gewährleistet sind.

Quelle: https://stmk.spoe.at/news/gesundheitssystem-darf-nicht-zu-schikane-fuer-familien-werden

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