Stromnetzkosten steigen in Kärnten um 9,6 Prozent

Während andere Bundesländer 2027 mit sinkenden Gebühren rechnen können, müssen Kärntner Haushalte laut E-Control-Entwurf deutlich mehr für Stromnetzentgelte zahlen. Die AK Kärnten fordert einheitliche Tarife in ganz Österreich.
Die Stromnetzentgelte in Kärnten sollen 2027 um 9,6 Prozent steigen. Das geht aus einem Entwurf der E-Control hervor. Gleichzeitig werden die Gebühren in anderen Bundesländern gesenkt – eine Entwicklung, die bei der Arbeiterkammer Kärnten auf scharfe Kritik stößt.
AK-Präsident Günther Goach hält die zusätzliche Belastung für inakzeptabel: „Es ist nicht akzeptabel, dass Kärntner Haushalte zusätzlich belastet werden, während die Netzkosten in anderen Bundesländern sinken. Gerade angesichts der hohen Lebenshaltungskosten brauchen die Menschen leistbare Energie sowie nachvollziehbare Preise“, so Goach. Er verlangt zudem eine gerechtere Verteilung der Kosten zwischen Wirtschaft und Verbrauchern.
Forderung nach bundesweit einheitlichen Tarifen
Die AK Kärnten erneuert ihre Forderung nach österreichweit einheitlichen und fairen Netzkosten. Haushalte dürften nicht allein wegen ihres Wohnorts unterschiedlich stark belastet werden, betont Goach. Gleichzeitig müsse die E-Control für volle Transparenz sorgen und die Netzkosten nachvollziehbar darstellen.
Aufklärung bei Tarifumstellung gefordert
Vor allem im Hinblick auf die bevorstehenden Änderungen bei den Netztarifen brauche es umfassende Information für alle Stromkunden. Goach fordert von der E-Control: „Die Menschen haben ein Recht darauf, einfach und verständlich über die neuen Tarife und deren finanzielle Auswirkungen aufgeklärt zu werden!“
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