Strompreis-Krisendeckel bei 10 Cent beschlossen

Die Bundesregierung hat einen Krisenmechanismus für den Strompreis vorgestellt. Übersteigt der Preis in einer außergewöhnlichen Energiekrise 16,5 Cent pro Kilowattstunde, greift künftig ein Deckel von 10 Cent. Die SPÖ Oberösterreich fordert zusätzlich eine Reform des europäischen Strompreissystems.
Die Bundesregierung hat einen neuen Schutzmechanismus für Strompreise präsentiert. Sobald der Preis in einer außergewöhnlichen Energiekrise die Schwelle von 16,5 Cent pro Kilowattstunde überschreitet, wird automatisch ein Preisdeckel von 10 Cent aktiviert. Die Maßnahme soll Haushalte und Unternehmen vor plötzlichen Preisschocks schützen und für mehr Planbarkeit sorgen.
Landesrat Martin Winkler, Vorsitzender der SPÖ Oberösterreich, begrüßt die Regelung ausdrücklich. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, wie schnell internationale Krisen und steigende Energiepreise Menschen und Wirtschaft treffen können. Mit dem Krisendeckel werde bereits vor der nächsten Krise vorgesorgt, sodass im Ernstfall rasch geholfen werden könne.
Auch energieintensive Betriebe profitieren von der neuen Regelung. Leistbare und berechenbare Energie sei für den Industriestandort Oberösterreich entscheidend, um Produktion, Wertschöpfung und Arbeitsplätze abzusichern.
SPÖ fordert Überarbeitung der Merit Order
Für Winkler (SPÖ OÖ) ist der Krisendeckel nur ein Teilschritt – er fordert eine Reform der europäischen Merit Order, damit der Gaspreis in Krisenzeiten nicht automatisch den Strompreis mit nach oben zieht. „Für außergewöhnliche Krisenzeiten müssen auch außergewöhnliche Instrumente möglich sein“, so Winkler. Eine Reform könnte Preissprünge und damit auch die Inflation dämpfen – da Energie in fast jedem Produkt steckt, schütze stabile Energiepreise Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen.
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