Stromschlag tötet 21 Tonnen Fische in Oberösterreich

Ein umgestürzter Baum kappte eine Stromleitung und löste ein Massensterben in einer Fischzuchtanlage aus. Die Familie Maier kämpft nun um ihre Existenz, so der ORF.
In einer Fischzuchtanlage in Oberösterreich sind durch einen Stromschlag tausende Fische verendet. Ein Baum war auf eine Leitung gestürzt und hatte diese etwa 50 Meter von der Anlage entfernt gekappt. Wie der Strom danach ins Wasser gelangte, untersucht derzeit Netz Oberösterreich. Erste Ergebnisse werden für nächste Woche erwartet.
Noch vor wenigen Tagen schwammen in den Becken und Teichen tonnenweise Fische, nun sind sie nahezu leer. Der Betrieb beliefert unter anderem eine große Handelskette.
Schaden von bis zu 80 Prozent
Fischzüchter Matthias Maier beziffert den Schaden auf 70 bis 80 Prozent des Bestands. In der Anlage befanden sich rund 21 Tonnen Fische. „Es ist mehr als existenzbedrohend. Wir werden eruieren müssen, wie wir das in den nächsten Wochen und Monaten schaffen“, sagt Maier.
Viele der überlebenden Störe haben ein gebrochenes Rückgrat und müssen von ihrem Leid erlöst werden. Der Fischzüchter erklärt, dass die Tiere im Gehirn noch Sauerstoff haben, während der hintere Bereich bereits abgestorben ist.
Solidarität und Verzweiflung
Die Nachricht vom Unglück verbreitete sich rasch. Zahlreiche Menschen wollen der Familie helfen, indem sie Fisch kaufen. „Jeder Fisch, der jetzt verkauft wird, hilft uns, finanziell zu überleben“, betont Matthias Maier. Die am Mittwoch geernteten Fische seien bereits verkauft.
Seine Ehefrau Ursula Maier beschreibt die Situation als totale Katastrophe, zeigt sich aber dankbar für die Solidarität. „Es tut einfach weh, wenn man die Fische aufzieht. Man hat einen Bezug dazu“, sagt sie. Seit Mittwoch hat Matthias Maier kaum geschlafen – die Familie kämpft um jeden Fisch und damit um ihre Existenz.
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