Stubenböck übernimmt Nationalparkbetrieb Donau-Auen

Franz Stubenböck hat Ende Juli die Standortverantwortung im Nationalparkbetrieb Donau-Auen der Österreichischen Bundesforste übernommen. Der 36-Jährige löst Johannes Wimmer ab, der nach jahrzehntelanger Tätigkeit in den Ruhestand tritt.
Die Österreichischen Bundesforste haben einen Führungswechsel im Nationalparkbetrieb Donau-Auen vollzogen. Franz Stubenböck (36), gebürtiger Tiroler, trägt seit Ende Juli die Verantwortung für einen der bedeutendsten Naturräume des Landes. Er tritt die Nachfolge von Johannes Wimmer an, der seine Laufbahn bei den Bundesforsten beendet und in den Ruhestand wechselt.
Erfahrung aus Ministerium und Verwaltung
Für Stubenböck bedeutet die neue Position eine Rückkehr zu den Bundesforsten. Nach seinem Studium der Forstwirtschaft an der Universität für Bodenkultur Wien und der Agrar- und Umweltpädagogik an der HAUP Wien startete er beim Österreichischen Biomasseverband, bevor er zum Land Tirol ging. Zwischen 2019 und 2023 war er bereits bei den Bundesforsten beschäftigt, wo er in der Stabsstelle Finanzen-Recht-Controlling an der Optimierung von Forst- und Holzernteprozessen arbeitete.
Zuletzt war Stubenböck im Kabinett von Bundesminister Norbert Totschnig tätig. Dort verantwortete er die Bereiche Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft und Klimawandelanpassung. Parallel leitete er das Geschäftsfeld Anpassung an den Klimawandel im BMLUK. Bereits seit dem Frühjahr arbeitete er im Nationalparkbetrieb mit, um gemeinsam mit Wimmer eine strukturierte Übergabe zu gewährleisten.
Wimmer prägte Standort Eckartsau
Johannes Wimmer begann seine Karriere bei den Bundesforsten im Jahr 1989. Seit 2021 leitete er den Nationalparkbetrieb Donau-Auen und prägte die Entwicklung des Standorts Eckartsau entscheidend. Zu seinen Projekten zählten die Modernisierung der technischen Infrastruktur im Schloss Eckartsau, der Einsatz moderner Wärmebildtechnik für Wildstandserhebungen sowie die Neugestaltung des Nationalparkcamps Eckartsau. Die Bundesforste würdigten seinen langjährigen Einsatz und seine Verdienste um den Nationalparkbetrieb sowie seine waldbaulichen Impulse im Forstbetrieb Wienerwald.
Nationalpark und Schloss gemeinsam entwickeln
Stubenböck wird künftig mit seinem Team die nachhaltige Bewirtschaftung des Naturraums sowie die Weiterentwicklung des Nationalparkstandorts und des Schlosses Eckartsau verantworten. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen und darauf, diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen zu dürfen“, erklärte er. Der Nationalpark Donau-Auen stelle einen einzigartigen Lebensraum zwischen Wien und Bratislava dar, dessen Entwicklung nur gemeinsam mit allen Partnerorganisationen und Institutionen gelingen könne.
Mit dem Schloss Eckartsau bewirtschaften die Bundesforste nicht nur einen historisch relevanten Prunkbau, sondern eine Eventlocation mit besonderem Charme inmitten des Nationalparks. „Ziel muss es sein, den Nationalparkbetrieb und den Schlossbetrieb gemeinsam zu denken und weiterzuentwickeln“, so Stubenböck.
Gerald Oitzinger, Betriebsleiter Forstbetrieb Wienerwald und Nationalparkbetrieb Donau-Auen, zeigte sich erfreut über die Personalentscheidung. Stubenböck kenne die Bundesforste aus seiner früheren Tätigkeit und bringe wertvolle Erfahrungen aus Verwaltung und Ministerium mit. Er sei überzeugt, dass Stubenböck den Standort gemeinsam mit seinem Team erfolgreich weiterentwickeln werde.
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