Studie zeigt Erfolgsfaktoren für Frauen in Führung

Mathias FischerMathias Fischer
Frau im dunkelblauen Anzug und grüner Bluse spricht im Büro
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Eine Bachelorarbeit an der IMC Krems untersucht, welche Bedingungen den Aufstieg von Frauen in Führungspositionen begünstigen. Die Analyse zeigt: Neben persönlichen Stärken sind vor allem strukturelle Maßnahmen in Unternehmen entscheidend.

Doris Schnöpf hat in ihrer Bachelorarbeit am Studiengang Unternehmensführung & Digitales Management der IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems erforscht, welche Faktoren den beruflichen Erfolg von Frauen in Leitungsfunktionen fördern. In einer quantitativen Befragung erhob die Absolventin, welche persönlichen und betrieblichen Rahmenbedingungen Frauen mit Führungserfahrung selbst als ausschlaggebend für ihren Werdegang einschätzen.

Motivation allein reicht nicht aus

Die Erhebung belegt, dass Motivation, Selbstvertrauen, Ambition und berufliche Netzwerke wichtige persönliche Faktoren für den Karrierefortschritt darstellen. Zugleich macht die Untersuchung deutlich, dass individuelle Fähigkeiten allein nicht genügen. Als besonders wirksam bewerten die Befragten transparente Karriere- und Beförderungsprozesse, die Unterstützung durch direkte Vorgesetzte und das Top-Management sowie eine Unternehmenskultur, die Chancengleichheit strategisch verankert.

Nachhaltige Förderung von Frauen gelingt demnach dort, wo individuelle Entwicklungschancen und organisatorische Maßnahmen gezielt ineinandergreifen.

Strukturelle Hürden bleiben bestehen

Trotz wachsender Aufmerksamkeit für Gleichstellung stoßen viele Frauen auf ihrem beruflichen Weg weiterhin auf strukturelle Barrieren. Die Befragten nennen insbesondere Benachteiligungen bei Gehaltsverhandlungen, im Führungsverhalten von Vorgesetzten sowie traditionelle Rollenbilder und unbewusste Vorurteile. Auffällig ist zudem, dass sich Frauen häufig erst dann auf Führungspositionen bewerben, wenn sie nahezu alle Anforderungen erfüllen.

Die Studie zeigt gleichzeitig, dass langfristige strukturelle Maßnahmen von den Befragten als wirksamer eingeschätzt werden als reine Quotenregelungen. Unternehmen können durch transparente Karrierewege, gezielte Förderung und eine wertschätzende Führungskultur einen wesentlichen Beitrag leisten, das Potenzial weiblicher Führungskräfte besser zu nutzen.

Angewandte Forschung mit Praxisbezug

Die Bachelorarbeit entstand unter der wissenschaftlichen Betreuung von Prof. (FH) Dr. Doris Berger-Grabner, MA, Studiengangsleiterin des Bachelorstudiengangs Unternehmensführung & Digitales Management. Sie betont: „Was diese Arbeit besonders macht: Doris Schnöpf lässt Frauen mit Führungserfahrung selbst zu Wort kommen. Deren Erfahrungen sind eindeutig – Benachteiligungen bei Gehaltsverhandlungen, im Führungsverhalten von Vorgesetzten sowie durch traditionelle Rollenbilder und unbewusste Vorurteile ziehen sich wie ein roter Faden durch die Befragung. Genau aus diesen konkreten Erfahrungen leitet die Arbeit Handlungsempfehlungen ab, die Unternehmen wirklich weiterhelfen. So stelle ich mir angewandte Forschung vor.“

Quelle: https://www.imc.ac.at/ueber-uns/medien-presse/news/detail/was-bringt-frauen-in-fuehrungspositionen

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