Sturm Graz empfängt Hearts in Champions-League-Quali

Pia ProdingerPia Prodinger
Champions League Qualifikation: Stadion mit österreichischer und schottischer Flagge, Anzeigetafel 20:30, 50:50
© Mit KI (Gemini) generiert

Österreichs Vizemeister Sturm Graz trifft am Dienstag (20.30 Uhr/ORF 1) in der zweiten Runde der Champions-League-Qualifikation auf Heart of Midlothian aus Schottland. Bis zur Ligaphase der Königsklasse müssten die Grazer drei Qualifikationsrunden meistern.

Am Dienstag um 20.30 Uhr steht für Sturm Graz das erste Pflichtspiel der neuen Europacup-Saison an. In der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League gastiert der schottische Vizemeister Heart of Midlothian in der Steiermark. Die Partie wird live auf ORF 1 übertragen.

Das offizielle Ziel der Grazer ist die Teilnahme an einer der drei europäischen Ligaphasen. Um in die Ligaphase der Königsklasse vorzustoßen, müsste das Team von Fabio Ingolitsch drei Qualifikationsrunden erfolgreich absolvieren. Bei drei möglichen Anläufen muss dafür mindestens ein K.o.-Duell gewonnen werden.

Ingolitsch sieht ausgeglichenes Duell

Trainer Ingolitsch schätzt die Ausgangslage gegen die Schotten im APA-Gespräch als "50:50" ein. Ein Sieg gegen Hearts würde den Grazern zumindest die Teilnahme an der Europa League sichern. "Uns erwartet Fußballkultur pur, Fanatismus und ein Gegner, der eine richtig harte Nuss ist", erklärte der Coach. Rund 1.300 Hearts-Fans werden ihre Mannschaft nach Graz begleiten.

Der schottische Club hat im Sommer personelle Veränderungen vorgenommen. Erfolgstrainer Derek McInnes wechselte zu den Rangers, als Nachfolger wurde Wouter Vrancken verpflichtet, der in Belgien als "Trainer des Jahres" ausgezeichnet wurde. Laut Ingolitsch setzt der neue Coach "sehr auf spielerische Elemente".

Respekt vor dem schottischen Vizemeister

"Sie sind in einer Findungsphase, es ist unklar, wie sie am Ende des Tages aufgestellt sind", analysierte Ingolitsch. Der Grazer Trainer verwies darauf, dass Hearts erst in der letzten Runde gegen Celtic den Titel verspielt habe und beinahe das "Riesenwunder in Europa" hätte werden können.

"Wir wissen, dass wir sehr stabil in unserer Defensivstruktur und im Pressing sein müssen, um das aufzuhalten", betonte der Coach. Gleichzeitig sehe er im Risiko, das Hearts in ihrem Positionsspiel eingehe, auch eine Chance für sein Team.

Mögliche Gegner in der nächsten Runde

Bei einem Aufstieg würde auf Sturm der Sieger aus der Paarung Fenerbahce gegen Gornik Zabrze warten. Im Falle einer Niederlage gegen die Schotten ginge es in der dritten Qualifikationsrunde der Europa League am 6. und 13. August gegen den portugiesischen Großclub Benfica oder den FC St. Gallen.

"Wir wollen unbedingt in eine internationale Ligaphase. Wir haben uns mit dem zweiten Endrang in eine gute Position gebracht, um das in den kommenden Wochen zu realisieren", erklärte Ingolitsch die Zielsetzung.

Kapitän erinnert an Erfahrungen gegen schottische Clubs

Jon Gorenc Stankovic zeigte sich bei der Pressekonferenz am Montag zuversichtlich: "Wir haben uns ganz gut mit vielen Vorbereitungsspielen eingespielt. Wir sind bereit." Der slowenische Kapitän erinnerte daran, dass Sturm im Vorjahr bereits gegen beide Glasgower Clubs gespielt habe. Gegen die Rangers gab es einen 2:1-Heimsieg, gegen Celtic eine 1:2-Niederlage in Glasgow.

Ingolitsch betonte die Vorfreude auf einen seiner Meinung nach "spektakulären" Auftakt. "Wir wollen vorlegen, wir müssen vorlegen, wenn wir in die nächste Runde wollen", sagte der Trainer.

Personalsituation weitgehend entspannt

Bis auf Filip Rozga, der mit einer Muskelverletzung ausfällt, und den rekonvaleszenten Leon Grgic seien alle Spieler einsatzbereit. Inwieweit Otar Kiteishvili mitwirken kann, ist laut Ingolitsch noch offen. Der georgische Unterschiedsspieler verpasste wegen einer wieder aufgetretenen Wadenblessur weite Teile der Vorbereitung.

Der neue Mittelstürmer Nelson Weiper wurde fristgerecht angemeldet. "Er ist bereit für einen Einsatz", sagte Ingolitsch über die Leihgabe von Mainz 05 aus der deutschen Bundesliga. Verteidiger Paul Koller könnte nach einem im letzten Testspiel erlittenen Nasenbeinbruch mit Maske auflaufen.

Quelle: APA

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