Sturm Graz schlägt Hearts 4:0 in Champions-League-Quali

Pia ProdingerPia Prodinger
Fußballspiel mit 4:0 Anzeige und Pokal im Stadion
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Sturm Graz steht nach einem deutlichen Heimsieg vor dem Aufstieg in die dritte Qualifikationsrunde der Champions League. Österreichs Vizemeister besiegte Heart of Midlothian am Dienstagabend in Liebenau mit 4:0.

Sturm Graz hat im Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Fußball-Champions-League einen komfortablen Vorsprung herausgearbeitet. Die Steirer bezwangen den schottischen Vizemeister Heart of Midlothian am Dienstagabend vor 15.822 Zuschauern in Liebenau deutlich mit 4:0 (1:0). Das Rückspiel in Edinburgh am kommenden Dienstag dürfte für die Mannschaft von Trainer Fabio Ingolitsch zur Formsache werden. Bei einem Aufstieg ist bereits fix, dass Sturm im Herbst zumindest in der Ligaphase der Europa League vertreten sein wird.

Kapitän Jon Gorenc Stankovic brachte die Hausherren bereits in der 4. Minute in Führung. Die Gäste aus Schottland ließen bis zur Halbzeit mehrere Möglichkeiten ungenutzt. Nach dem Seitenwechsel machten Jeyland Mitchell (50.), Luca Weinhandl (53.) und Jürgen Heil (59.) innerhalb von zehn Minuten die Entscheidung klar. In der dritten Qualifikationsrunde würde auf die Grazer der Gewinner des Duells zwischen Fenerbahce und Gornik Zabrze warten. Der Istanbuler Großklub siegte im Hinspiel gegen die polnische Mannschaft zu Hause mit 1:0.

Frühe Führung nach Standardsituation

Das erste Pflichtspiel der neuen Saison begann für Sturm optimal. Obwohl Torhüter Daniil Chudjakow bereits nach weniger als einer Minute klärend eingreifen musste, nutzten die Hausherren ihre erste Offensivaktion eiskalt. Mitchell bereitete mit einem langen Einwurf vor, Gorenc Stankovic vollendete per Kopf – nach nicht einmal vier Minuten lag Sturm voran.

Aus einer weiteren Standardsituation wäre beinahe das 2:0 gefallen. Seedy Jatta traf in der 10. Minute nach einem Eckball von Simon Seidl aus kurzer Distanz nur die Stange. Seidl gehörte zu zwei Sommerzugängen in der Startformation. Heil agierte wie erwartet auf der rechten Seite der Viererkette. Ebenfalls im Einsatz waren die nach Leihen zurückgekehrten Szymon Wlodarczyk und Emran Soglo. Otar Kiteishvili saß aufgrund anhaltender Wadenprobleme zunächst auf der Bank.

Schotten vergeben Ausgleichschancen

Die von 1.300 mitgereisten Fans unterstützten Hearts, die im Sommer beginnend beim Cheftrainer zahlreiche Veränderungen vorgenommen hatten, zeigten sich gefährlich. Pierre Kabore kam einem Treffer mit einem zu zentral angesetzten Schuss nahe (25.). Einen groben Fehler von Mitchell im Spielaufbau konnte Alexandros Kyziridis nicht verwerten (34.). Sturm war mit der knappen Führung zur Pause gut bedient.

Noch vor dem Halbzeitpfiff ergab sich eine gute Gelegenheit auf das 2:0. Nach Vorarbeit von Jatta zögerte Wlodarczyk beim Abschluss, Hearts-Kapitän Harry Milne bekam den Ball bei seinem Tackling an den Arm. Der ungarische Schiedsrichter Gergo Bogar entschied zunächst auf Elfmeter, nahm seine Entscheidung nach VAR-Einspruch jedoch ohne große Proteste der Grazer zurück (37.).

Entscheidung binnen zehn Minuten

Kiteishvili kam anstelle von Seidl ins Spiel und durfte nur wenige Minuten später einen Assist verbuchen. Der Eckball des Georgiers flog über fast alle Spieler hinweg, Mitchell war am langen Eck zur Stelle. Erneut traf Sturm nach einer Standardsituation und legte kurz darauf das 3:0 nach. Jacob Hödl sorgte mit einem Vorstoß für Verwirrung in der Abwehr der Schotten, Weinhandl vollendete.

Die Gäste waren nun schwer getroffen. Soglos aufs lange Eck gezielter Schuss klatschte an die Innenstange. Heils Vorstoß endete nach Doppelpass mit Weinhandl mit dem vierten Grazer Tor. Hearts-Trainer Wouter Vrancken wechselte danach nahezu seine gesamte Offensivabteilung aus. Der starke Hödl zog sich bei einem Torschuss eine Fußverletzung zu und musste vom Platz. Bei Sturm kam auch Neuzugang Nelson Weiper zum Einsatz. Die Hearts versuchten bis zum Schlusspfiff, zumindest ein Tor zu erzielen. Sturms Defensive stand in der zweiten Halbzeit aber sicherer.

Quelle: APA

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