Sturm scheitert an Fenerbahce und verpasst Champions League

Der Grazer Vizemeister ist in der dritten Qualifikationsrunde der Champions League ausgeschieden. Nach der 0:2-Niederlage in Istanbul verlor Sturm auch das Rückspiel gegen Fenerbahce mit 0:1 und schied mit einem Gesamtergebnis von 0:3 aus.
Der Traum von der Champions League ist für Sturm Graz geplatzt. Die Steirer unterlagen dem türkischen Vizemeister Fenerbahce Istanbul im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde vor heimischem Publikum mit 0:1. Nach dem 0:2 aus dem Hinspiel bedeutete das Gesamtscore von 0:3 das Aus im Kampf um die Königsklasse. Immerhin steht die Teilnahme an der Ligaphase der Europa League bereits fix.
Vor 15.599 Zuschauern hielten die Grazer lange Zeit gut mit, mussten sich aber letztlich geschlagen geben. Talisca brachte die Gäste in der 66. Minute per Elfmeter auf die Siegerstraße. Der Brasilianer war zuvor selbst gefoult worden und verwandelte den Strafstoß sicher. Für den finanzstarken Traditionsklub aus der Türkei war es der zehnte Vergleich mit einem österreichischen Verein ohne Niederlage. Fenerbahce darf nun im Play-off weiter auf die erste Teilnahme an der Königsklasse seit 2008/09 hoffen.
Junge Sturm-Elf mit viel Einsatz
Trainer Fabio Ingolitsch hatte vor der Partie angekündigt, mehr Risiko einzugehen, und nahm drei Änderungen in der Startformation vor. Arjan Malic und Neuzugang Petar Petrovic rückten in die Verteidigung, Axel Kayombo sollte im Angriff für Tempo sorgen. Mit Kapitän Jon Gorenc Stankovic stand nur ein Spieler über 23 Jahre in der Anfangself der Grazer, während bei den Türken alle Akteure mindestens 24 Jahre alt waren.
Anders als im Hinspiel zeigten sich die Steirer von Beginn an offensiver und attackierten früher. Dennoch waren die Gäste der Führung näher: Talisca zwang Sturm-Keeper Daniil Chudjakow in der 11. Minute mit einem Flachschuss zu einer Parade. In der 24. Minute verhinderte der Tormann mit einer Glanztat gegen den allein auftauchenden Kerem Aktürkoglu den Rückstand.
Viele Möglichkeiten, aber keine Tore
Im weiteren Verlauf erarbeitete sich die Ingolitsch-Elf deutlich mehr Spielanteile, die jedoch nur in Halbchancen mündeten. Kopfbälle von Seedy Jatta und Gorenc Stankovic sowie Distanzschüsse von Emran Soglo und Kayombo brachten Fenerbahce-Schlussmann Mert Günok nicht in Verlegenheit. Die Grazer wollten das Stadion mit einem Treffer zum Brennen bringen, doch es fehlte die Präzision im Abschluss.
Nach der Pause kamen die Hausherren zweimal gefährlich vor das gegnerische Tor. Zunächst klärte Archie Brown einen Stanglpass von Jacob Peter Hödl in letzter Sekunde, dann setzte Malic einen Kopfball knapp am langen Eck vorbei. Auf der Gegenseite schoss Talisca über das Tor, ehe er kurz darauf einen Elfmeter herausholte. Petrovic kam gegen den wuchtigen Angreifer zu spät, Talisca verwandelte eiskalt.
In der 76. Minute vergab Joker Belmin Beganovic die beste Chance auf den Ausgleich, scheiterte aber an Günok. In der Schlussphase blieb Chudjakow im Duell gegen Aktürkoglu erneut siegreich und verhinderte ein höheres Ergebnis. Den Steirern fehlte letztlich die Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor, um den Rückstand aus dem Hinspiel wettzumachen.
Quelle: APA
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