Sturm will gegen Fenerbahce die Sensation schaffen

Der SK Sturm Graz empfängt am Dienstag Fenerbahce Istanbul im Rückspiel der Champions-League-Qualifikation. Nach dem 0:1 im Hinspiel setzen die Steirer auf die Unterstützung ihrer Fans in Liebenau, so der ORF.
Die Schwarz-Weißen hoffen auf eine Überraschung im Rückspiel der Champions-League-Qualifikation gegen Fenerbahce Istanbul. Nelson Weiper, der 21-jährige Leihstürmer von Mainz, zeigte sich optimistisch: „Wenn wir ein Tor machen, egal ob in der 1. oder 85. Minute, ist alles möglich, dann brennt die Hütte“, erklärte er nach seinem Doppelpack beim 2:0-Sieg in Hartberg am Samstag.
Heimvorteil als Trumpf
Jacob Peter Hödl betonte die Bedeutung der Fans: „Mit unseren Fans im Rücken ist alles möglich. Wir werden alles reinhauen, um das Unmögliche möglich zu machen. Es liegt an uns, das Feuer zu entfachen.“
Trainer Fabio Ingolitsch kündigte eine mutigere Gangart als im Hinspiel an. Er wolle ein „kalkulierteres und höheres Risiko“ eingehen. „Wir wollen ihnen ein Bein stellen, mutig auftreten und frech sein“, sagte der Coach. Entscheidend sei, wer das erste Tor erziele. „Wenn wir es schaffen, unseren Kasten sauber zu halten und ein Tor machen, egal ob in der Anfangs- oder Endphase des Spiels, dann wird Liebenau wirklich brennen“, so Ingolitsch. Gleichzeitig brauche es eine Balance, um nicht ins Verderben zu laufen.
Statistik spricht für die Türken
Für Fenerbahce sprechen nicht nur das 1:0 aus dem Hinspiel und die individuelle Qualität, sondern auch die Statistik: In neun Duellen gegen österreichische Vereine gingen die Türken noch nie als Verlierer vom Platz. Im Sommer investierte der Klub mehr als 80 Millionen Euro in den Kader. Die Mannschaft von Trainer Ismail Kartal, angeführt von Torjäger Talisca, will erstmals seit 2008/09 wieder das Champions-League-Ticket lösen.
Als letzte Hürde im Play-off wartet entweder Sparta Prag oder Olympique Lyon, das das Hinspiel mit 2:1 für sich entschied. Sollte Sturm dieses Duell verlieren, gibt es von der UEFA trotzdem Prämien in Höhe von 4,3 Millionen Euro.
Kritik am dichten Spielplan
Während die Grazer vergangenes Wochenende im Liga-Einsatz waren, startet die Saison in der türkischen Süper Lig erst am Wochenende. Ingolitsch kritisierte das dichte Programm: „Man muss schon hinterfragen, ob das richtig ist, wie sich unsere Liga da aufstellt. In dieser entscheidenden Phase haben wir ein Mammutprogramm.“ Das solle aber kein Jammern sein, betonte er.
Die Grazer absolvieren derzeit vier Matches innerhalb von elf Tagen. „Wir bereiten uns seit Wochen auf jeden Gegner mit nur einem Training vor. Fenerbahce hatte vor dem Hinspiel sechs Trainingstage, jetzt haben sie fünf und wir einen“, beklagte der Trainer. Es gehe im Moment nicht um die gegnerspezifische Vorbereitung, „sondern nur darum zu schauen, wie ich meinen Körper so schnell wie möglich wieder in den Griff bekomme“.
Auch Otar Kiteishvili fällt weiterhin aus. Der Mittelfeldspieler hat seit Saisonbeginn Probleme mit der Wade. Wann er wieder spielen kann, ist noch unklar.
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