Sturzflut in Nepal: Über 1600 Menschen vermisst

Nach der verheerenden Sturzflut am Mittwoch in Nepal steigt die Zahl der Opfer weiter an. Die Diakonie Katastrophenhilfe startet gemeinsam mit Partnern der ACT Alliance erste Nothilfemaßnahmen und befürchtet eine langwierige humanitäre Krise.
Am zweiten Tag nach der Sturzflut in Nepal werden mehr als 1600 Menschen vermisst. Hunderte Personen kamen durch die Schlamm- und Wassermassen in der chinesisch-nepalesischen Bergregion ums Leben, darunter auch zahlreiche Touristen.
„Die meterhohe Sturzflut kam ohne Vorwarnung und hat Menschen, Straßen und ganze Dörfer mitgerissen“, erklärt Maria Katharina Moser, Direktorin der Diakonie. Die Gedanken seien bei den vielen Opfern und jenen, die nun Unterstützung benötigen.
Langwierige Krise befürchtet
Die Diakonie Katastrophenhilfe hat erste Nothilfemaßnahmen vor Ort gestartet. Dabei arbeitet sie mit Partnern der ACT Alliance zusammen, dem weltweit größten kirchlichen Netzwerk für humanitäre Hilfe. Die Organisation ruft zu Spenden auf.
Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung und der fortbestehenden Risiken wie Erdrutschen und weiteren Überschwemmungen dürfte sich die Notsituation zu einer langwierigen humanitären Krise entwickeln. Die große Zahl weiterhin vermisster Personen erfordert eine anhaltende Unterstützung durch die Regierung und die internationale humanitäre Gemeinschaft.
Klimawandel verschärft Risiken
Laut dem Anpassungsindex von Brot für die Welt drohen dem Land etwa durch Hitzewellen, schwere Regenfälle oder extreme Überschwemmungen enorme Klimagefahren. Die Anpassung daran hält jedoch nicht Schritt, weil eine ausreichende internationale Finanzierung fehlt.
„Diese Katastrophe macht deutlich: Jede Sekunde zählt, um Menschen vor solchen Bedrohungen frühzeitig zu warnen und Leben zu retten“, betont Moser. Vor allem in Zeiten des Klimawandels verschärfen sich die Risiken. Betroffene Länder wie Nepal müssen darin unterstützt werden, sich auf solche Herausforderungen vorzubereiten.
Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden für die weltweite Katastrophenhilfe, um Menschen in Not helfen zu können.
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