Styriarte 2026 mit Rekordauslastung von 94 Prozent

Die Styriarte hat in ihrer 41. Ausgabe eine Auslastung von 94 Prozent erreicht. Intendant Mathis Huber präsentierte am Montag die Bilanz des Musikfestivals, das seit 26. Juni 30.537 Gäste anzog.
Mathis Huber zeigte sich am Tag nach dem Festivalende hocherfreut über die Zahlen. „Das haben wir ehrlich gesagt auch noch nie erlebt“, sagte der Intendant. Üblicherweise rechne man mit einer Auslastung um die 90 Prozent. Das diesjährige Festival lief unter dem Motto „Lichtspiele“.
Den Abschluss bildete am Sonntagabend ein „De Profundis“-Abend in der Helmut List-Halle unter der musikalischen Leitung von Jordi Savall.
Programm als Gegenpol zum Alltag
Die Reaktionen des Publikums hätten gezeigt, dass die Gäste das Programm als „Kontrapunkt zu den täglich trüben Nachrichten“ wahrgenommen hätten, erklärte Huber. Genau das sei auch die Absicht gewesen. Zudem werde der „Weg der Öffnung zu allen Genres“ von Klezmer und Tango bis zur Alten Musik, Mahler und Pärt belohnt.
„Wir haben so viel Zustimmung erfahren und nahezu kein negatives Feedback bekommen“, so der Intendant. Die unterschiedlichen Formate würden für die Besucher zwar riskanter, aber offenbar auch beglückender, weil es immer wieder etwas Neues gebe. „Uns wird beim Planen jedenfalls auch nie fad.“
Zusatzvorstellungen wegen hoher Nachfrage
Statt der geplanten 65 Vorstellungen innerhalb von vier Wochen wurden 72 realisiert. Einige Veranstaltungen waren so stark nachgefragt, dass Einschiebetermine möglich waren. Dazu zählten das Mozart-Requiem unter Michael Hofstetter mit dem Arnold Schönberg Chor und dem Styriarte Festspiel-Orchester sowie das Zauberflöten-Konzert mit anschließendem Picknick mit Musik im Park von Schloss Eggenberg.
Stark besucht war auch der Eröffnungsparcours „Einleuchten“ in den speziell beleuchteten Räumen des Palais Attems mit Musik von Vivaldi, Franz Schubert und anderen.
Zu den ungewöhnlichen Aufführungsorten gehörte das Schöckl-Plateau zu Sonnenaufgang am Sonntag. Dort wurde ein neues Stück von Maria Gstättner mit dem Alphornquartett Grünspan und Holzwurm aufgeführt. Rund 250 Personen folgten der Einladung, manche brachen bereits gegen 3 Uhr von der Talstation der Seilbahn auf.
Nächste Ausgabe ab 25. Juni 2027
Den Weg in die stilistische Breite will Huber fortsetzen. Für 2027 hat die Styriarte zusätzlich zum bewährten Organisationsteam eine Reihe weiterer Kuratorinnen und Kuratoren eingeladen, die neue Impulse mitbringen sollen. Der Arbeitstitel für das kommende Jahr lautet „Phantastisch!“. „Es ist schon einigermaßen fertig konzipiert, am 25. Juni 2027 geht es wieder los“, kündigte Huber an.
Finanzierung für 2028 noch offen
Wie es mit der Finanzierung des Festivals weitergehe, sei noch ungewiss. „Vonseiten des Landes Steiermark ist die Finanzierung des Dreijahresvertrags für 2026 und 2027 zugesagt, für 2028 steht sie noch zur Diskussion“, erklärte Huber. Die erschwerten Bedingungen seien jedenfalls nicht zu ignorieren. „Wir müssen einfach Konzepte entwickeln, die funktionieren und nicht lamentieren“, zeigte sich der Intendant unverzagt.
Acht Konzerte wurden vom ORF Radio aufgezeichnet. Die Klangwolke mit Gustav Mahlers 2. Sinfonie mit dem Styriarte Youth Orchestra unter Mai-Ann Chen ist bis 16. August noch auf ORF ON abrufbar.
Quelle: APA
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