Styriarte: Jugendorchester begeistert mit Mahlers „Auferstehung“

Das Styriarte Youth Orchestra hat unter der Leitung von Mei-Ann Chen Gustav Mahlers Zweite Symphonie in der Grazer Helmut-List-Halle aufgeführt. Die Darbietung des „Schlüsselstücks“ der diesjährigen Festivalausgabe wurde zum emotionalen Höhepunkt.
Das Styriarte Youth Orchestra hat am Donnerstag in der Helmut-List-Halle in Graz Gustav Mahlers Zweite Symphonie „Auferstehung“ präsentiert. Das Festival hatte das Werk vorab als „Schlüsselstück“ der heurigen Ausgabe angekündigt, die unter dem Motto „Lichtspiele“ steht. Die Aufführung wurde zeitversetzt im Rundfunk übertragen.
Beeindruckender Konzertabend
Unter der Leitung von Mei-Ann Chen, Chefdirigentin von Recreation, zeigte das vor fünf Jahren gegründete Jugendorchester bereits in den ersten drei Sätzen das Ergebnis intensiver Probenarbeit. Das Ensemble hatte sich im knapp einwöchigen Orchestercamp auf den Auftritt vorbereitet. Die Totenfeier zu Beginn des Werks erhielt neben der vorgeschriebenen Feierlichkeit eine kraftvolle Note, während Details wie die Glissandi am Ende des ersten Satzes sorgfältig ausgearbeitet waren.
Die mittleren Sätze Andante und Scherzo überraschten mit einer Leichtigkeit, die angesichts der orchestralen Dimensionen bemerkenswert war. Spätestens mit dem „Urlicht“ zog das Werk Ausführende und Publikum vollends in seinen Bann. Die eingesprungene Mezzosopranistin Johana Slaviková trug den vierten Satz makellos vor.
Auch Miriam Kutrowatz glänzte als zweite Solistin während des „Auferstehen“-Chorals. Der Chor pro musica und mondo musicale sangen den Schlusschor berückend schön. Mit dem kraftvollen Schlussakkord des transzendentalen Ewigkeitsthemas entlud sich die bis zuletzt aufrecht erhaltene Spannung in Jubel beim Publikum und glückseliger Gelöstheit bei den Musikern.
Dirigentin Mei-Ann Chen war es gelungen, ihrem jungen Orchester für die Erarbeitung des für Mahler und die gesamte Spätromantik zentralen sinfonischen Werks ein beachtliches Maß an Begeisterung mitzugeben, das sich letztendlich auszahlte.
Das Werk wird heute, am 17. Juli, um 19 Uhr erneut in der Helmut-List-Halle aufgeführt. Die Styriarte läuft noch bis 26. Juli.
Quelle: APA
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