Subduktion läuft anders ab als gedacht

Mona HopfingerMona Hopfinger
Subduktion in größerer Hitze mit Granat bei über 90 km Tiefe
© Mit KI (Gemini) generiert

Ein internationales Forschungsteam hat herausgefunden, dass die Abwärtsbewegung von Erdplatten unter anderen Temperaturbedingungen stattfindet als bisher vermutet. Die Erkenntnisse wurden im Fachjournal Nature Geoscience publiziert.

Die Subduktion – jener Prozess, bei dem sich eine Erdplatte abwärts bewegt – verläuft anders als die Wissenschaft bislang annahm. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Team, das seine Forschungsergebnisse soeben in Nature Geoscience veröffentlicht hat.

Der Erdwissenschaftler Dominik Sorger hat im Rahmen eines Forschungsprojekts unter Leitung der Universität Göttingen Gestein aus Papua-Neuguinea untersucht. Das Material gelangte vor rund 4,4 Millionen Jahren durch Subduktion in eine Tiefe von mehr als 90 Kilometern und kehrte später an die Erdoberfläche zurück.

Winzige Einschlüsse liefern neue Hinweise

Winzige Einschlüsse in Granatkristallen zeigten den Forschenden, dass das Gestein auf dem ersten Teil seiner Reise in die Tiefe deutlich wärmer war als erwartet. „Solche Einschlüsse sind ein seltener Glücksfall, denn Gesteine aus derart großen Tiefen bewahren kaum Informationen über frühere Stadien ihrer Versenkung“, erklärt Sorger.

Diese Einschlüsse geben Aufschluss über die Druck- und Temperaturentwicklung in Subduktionszonen. Die neuen Erkenntnisse könnten helfen, die Zusammenhänge zwischen Subduktionsprozessen und Erdbeben sowie vulkanischen Aktivitäten besser zu verstehen.

Quelle: https://www.uni-graz.at/de/neuigkeiten/die-erdkruste-umgekrempelt-forschende-stiessen-auf-neue-erkenntnisse-zur-plattentektonik

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