Sushi-Test: Sieben von zehn Produkten wertgemindert

Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat zehn Sushi-Boxen zum Mitnehmen auf Hygiene und Geschmack untersucht. Nur drei Produkte waren einwandfrei, sieben wiesen Mängel auf, so der ORF.
Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat zehn Sushi-Boxen zum Mitnehmen untersuchen lassen. Im Fokus standen Produkte mit Nigiri-Sushi sowie Kombinationen aus Nigiri, Maki und California Rolls. Die Preise bewegten sich zwischen 2,56 und 6,17 Euro pro 100 Gramm.
Die Proben wurden mikrobiologisch und geschmacklich analysiert. Als Grundlage für die hygienische Bewertung dienten Richt- und Warnwerte der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie.
Eat Happy und Taste Kitchen überzeugen
Insgesamt wurden drei Sushi-Sets als einwandfrei bewertet. Am besten schnitten die Anbieter Eat Happy und Taste Kitchen ab. Beide überzeugten laut AKOÖ sowohl in puncto Hygiene als auch beim Geschmack.
Eine weitere Probe war mikrobiologisch unauffällig, fiel jedoch beim Geschmackstest durch. Die Expertinnen und Experten bemängelten vor allem den Lachs, der fischig und alt gerochen und geschmeckt habe.
Richtwertüberschreitungen bei sechs Proben
Sieben der zehn getesteten Produkte wurden als wertgemindert eingestuft. Bei sechs Proben stellte das Labor Richtwertüberschreitungen bei mikrobiologisch relevanten Parametern wie Enterobakterien, Gesamtkeimzahl oder Hefen fest.
Wie die AKOÖ mitteilt, lag bei einem der untersuchten Sushi-Sets die Enterobakterien-Belastung über dem zulässigen Warnwert. Das gilt als schwerer mikrobiologischer Mangel und deutet auf Probleme bei Hygiene oder Herstellung hin.
Positiv fällt auf: In keiner der getesteten Sushi-Boxen fanden sich Parasiten oder krankmachende Keime.
Lachs und Reis oft beanstandet
Neben der Hygiene spielte auch der Geschmack eine zentrale Rolle: Frischer Fisch und süß-säuerlicher Reis seien laut AKOÖ entscheidend für das typische Sushi-Erlebnis – genau hier setzte die Kritik bei mehreren Proben an.
Bei drei Sushi-Sets registrierten die Testerinnen und Tester leichte sensorische Abweichungen, etwa bei Geruch und Geschmack von Lachs und Reis. In einem Fall fiel zusätzlich die schmierige Konsistenz des Lachses negativ auf.
Bei vier weiteren Proben reichten die Mängel über kleinere Abweichungen hinaus: Erneut geriet vor allem der Lachs in die Kritik, dessen Geruch und Geschmack als fischig und alt beschrieben wurden.
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